Biker trotzen zum Saisonstart dem Wetter in Frielendorf-Leimsfeld

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Wenn der Vater mit dem Sohne..: Markus und Felix Jäckel aus Obergrenzebach.
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Jüngster im Teilnehmerfeld: Der vierjährige Julius macht es sich im Beiwagen gemütlich.
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Rund 90 Fahrer kamen zum Saisonauftakt nach Frielensdorf-Leimsfeld, um mit ihren Motorrädern die warmen Jahreszeiten zu begrüßen.

Frielendorf-Leimsfeld. Seit nunmehr 22 Jahren lädt der Motorradclub „Ghostdrivers“ zum Saisonauftakt nach Leimsfeld ein. Immer abhängig vom jeweiligen Wetter waren es mal zwei Dutzend Biker, denen der Schneeregen egal war, oder auch 430, wie im Sonnenschein von 2004.

Diesmal hielten die dunklen Wolken am Himmel etwa 90 Fahrer nicht davon ab, den Start in den Zweirad-Frühling gemeinsam zu begehen. Ein Großteil der Teilnehmer sind Wiederholungstäter, doch jedes Jahr gibt es interessante Neuentdeckungen zu machen. Die älteste Maschine war eine BMW R12, die vor 82 Jahren das Werk in Eisenach verlassen hatte.

Erst sieben Jahre später erblickte ihr heutiger Fahrer das Licht der Welt – Norbert Fischer aus Beiseförth. „Sie stand fast sechs Jahrzehnte in einer Scheune und gammelte vor sich hin“, beschrieb der 75-Jährige das Schicksal des Oldtimers, bevor er sich als gelernter Werkzeugmacher des betagten Schätzchens annahm. Auch heute ist sie keine chromglänzende Schönheit, doch in Leimsfeld zog sie viele neugierige Blicke auf sich.

Mit lautem Dröhnen in die neue Saison: Knapp 70 Motorradfahrer schlängelten sich beim diesjährigen Korso durch Leimsfeld.

Der vierjährige Julius war vermutlich der jüngste Teilnehmer, er saß ebenfalls in einem außergewöhnlichen Gefährt. Die BMW R 1100GS seines Vaters Joachim Trümner und der angebaute Beiwagen bildeten ein sogenanntes Schwenker-Gespann, bei dem sich das Motorrad wie eine Solomaschine in die Kurve legen kann.

Nach und nach formierten sich Quad-, Gespann- und Solofahrer zur alljährlichen Ausfahrt durch den Knüll – pünktlich um 14 Uhr führte Korso-Leiter Matze Probst die Kolonne aus dem Ort heraus. Sohn Karl auf dem Sozius winkte den Zuschauern am Straßenrand begeis­tert zu, dort standen auch Felix und seine kleine Schwester Lea-Sophie, die die Teilnehmer akribisch zählten. Es folgten Chopper, Straßenmaschinen, Enduros und viele weitere Spielarten des Motorradbaus, die sich dem dröhnenden Zug anschlossen.

Zusammen sind sie 157 Jahre alt: Norbert Fischer aus Beiseförth mit seiner Vorkriegs-BMW Baujahr '36.

Zu guter Letzt fuhren Martin Hoffmann und Daniil Wolf von der Motorradstaffel der Johanniter Unfallhilfe, die seit einigen Jahren die Tour begleiten. Biker-Pfarrer Reinhard Natt lud im Anschluss wieder zum gemeinsamen Gottesdienst ein, unter dem Motto „ankommen statt umkommen“ mahnte er bei allem Fahrvergnügen zur Besonnenheit. Trotz des bescheidenen Wetters saßen viele später noch im Clubhaus oder unterm Schirm auf der Wiese davor – dort tauschte man Geschichten von schönen Touren oder technischen Details der Maschinen aus.

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