Die drei Jungbären im Homberger Wildpark Knüll sind kerngesund - aber ohne passende Namen

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Am Kletterbaum wird schon fleißig gespielt.
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Bärenpapa Balu muss wgen des Risikos des Infantizids noch draußen bleiben, hält aber fleißig Wache am Nachbargehege.
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Bärenpapa Balu muss wgen des Risikos des Infantizids noch draußen bleiben, hält aber fleißig Wache am Nachbargehege.
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Bärenpapa Balu muss wgen des Risikos des Infantizids noch draußen bleiben, hält aber fleißig Wache am Nachbargehege.
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Bärenpapa Balu muss wgen des Risikos des Infantizids noch draußen bleiben, hält aber fleißig Wache am Nachbargehege.

Sie entwickeln sich prächtig, klettern, spielen und raufen: Die drei Jungbären im Homberger Wildpark Knüll könnten ab Mitte Juni ins große Gehege. Bis 19. Mai können sich Bärenfreunde passende Namen für die Bären überlegen und mit Glück auch etwas gewinnen.

Homberg-Allmuthshausen. Gute vier Kilogramm wogen die drei Bärenjungen des Wildparks Knüll jeweils bei der letzten Kontrolle. Diese ist aber schon einige Zeit her und so wird das Gewicht von Parkleiter Dr. Wolfgang Fröhlich auf mittlerweile rund acht Kilogramm geschätzt. Geboren wurden die zwei Bärinnen und der eine Bär im März. „Die Entwicklung verläuft ganz normal, weshalb wir von weiteren Untersuchungen absehen“, erklärt Fröhlich und weiter, „sie spielen, toben und testen ihre Möglichkeiten aus. Auch erste Kletterübungen werden unternommen.“ Aktuell zeigen sich die Jungen nur mit ihrer Mutter Onni. Zusammen sind sie noch in einem separaten Gehege, abseits von ihrem Vater Balu.

Bärenpapa Balu muss wgen des Risikos des Infantizids noch draußen bleiben, hält aber fleißig Wache am Nachbargehege.

„Wenn sie fit genug sind, werden sie auf die große Anlage kommen, wo auch die Wölfe sind“, ergänzt Sara Engelbrecht, stellvertretende Leiterin des Parks. „Wir gehen zwar davon aus, dass sich Balu seinen Jungen gegenüber friedlich verhält, jedoch besteht das Risiko für Infantizid (s. EXTRA-INFO), weshalb wir abwarten“, so Fröhlich. Ab Mitte Juni sei damit zu rechnen, die Jungen in der großen Anlage bestaunen zu dürfen.

Die drei Jungbären warten noch auf ihre Namen und erkunden derweil die Umgebung.

Minimal zwei Jahre sollen die Jungen im Wildpark Knüll verbringen, bevor sie anderen Parks angeboten werden, „da sie in der Regel bis zu zwei Jahren gesäugt werden“, sagt Engelbrecht. „Wir können sie auch länger versorgen, aber ab 2021 wollen wir aktiv nach Interessenten Ausschau halten“, erzählt Fröhlich. Ob die Geschwister dann gemeinsam den Wildpark Knüll verlassen, stehe noch nicht fest, schließlich handele es sich bei Bären um Einzelgänger, wodurch sie auch einzeln vermittelt werden könnten.

Bärenmama Onni passt auf ihre drei Nachkommen auf.

Gewinnspiel für Namensvorschläge 

Noch haben die drei Bärenjungen keine Namen, aber der Wildpark hat sich eine schöne Mitmachaktion ausgedacht. Wer eine Idee hat, wie Einer oder Alle heißen könnten, kann seine Vorschläge per Mail (info@wildpark-knuell.de) sowie über die sozialen Medien Facebook und Instagram dem Wildpark mitteilen. Einsendeschluss ist der 19. Mai. Ab dem 20. Mai suchen die Wildparkmitarbeiter dann die schönsten Vorschläge aus, die auch zu dem Wesen der Bären passen sollen. Unabhängig von der finalen Auswahl werden vom Wildpark unter allen Einsendern drei Familienjahreskarten verlost. Mitmachen lohnt sich also gleich doppelt.

Spielerisch lernt es sich eben am besten.

EXTRA-INFO Infantizid

Beim Infantizid töten ausgewachsene Tiere die Nachkommen, meist anderer Artgenossen. Damit sollen die jeweiligen Mütter wieder brünstig werden, so dass die eigenen Gene weiter verbreitet werden können. Dies passiert etwa, wenn ein Löwe ein anderes Rudel übernimmt. Es kann auch passieren, dass etwa bei Ratten, Mütter ihren eigenen Nachwuchs töten. Die Nachkommen werden dabei nicht zwingend gefressen. Infantizid ist bei Raubtieren, wie bei Nagetieren, vielen Vögeln und weiteren Tieren verbreitet.

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