Boss kommt: Möbel-Discounter eröffnet im Frühjahr 2019 Filiale in Dickhaut-Immobilie

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Der Name Dickhaut wird verschwinden – ein Möbelhaus bleibt Homberg jedoch erhalten. Es folgt der Möbel-Discounter Boss, der dort eine Filiale eröffnet.

Der Möbel-Discounter Boss wird die Dickhaut-Immobilie in Homberg pachten und eine Filiale in der Kreisstadt eröffnen. Geplanter Eröffnungstermin ist das Frühjahr 2019.

Homberg. Seit Mitte September ist es auf den Fahnen auf dem Parkplatz zu lesen: „Möbel Dickhaut schliesst für immer“. Damit wurde bekannt, dass sich das Kasseler Familienunternehmen Möbel Schaumann, das Dickhaut 2012 übernommen hatte, aus Homberg zurückzieht. Mit Umstrukturierungen und fehlender Lagerfläche hatte Schaumann das Aus in der Kreisstadt begründet. Mit der Bekanntgabe der Schließung, firmiert das Möbelhaus wieder unter dem Namen Dickhaut. Der Abverkauf läuft derzeit noch. Ein SB-Möbler werde die Immobilie pachten, wolle jedoch noch nicht genannt werden, so PR-Beraterin Nina Kehl im September.

Gut zwei Monate später herrscht nun Klarheit. Der Möbel-Discounter Möbel Boss wird seine Zelte in Homberg aufschlagen. Wie Henrike Hohmeyer vom PR-Team auf Nachfrage bestätigt, pachtet das Unternehmen aus Porta Westfalica (Nordrhein-Westfalen) die Immobilie von Schaumann.

Über die Laufzeit des Pachtvertrages möchte das Unternehmen zum aktuellen Zeitpunkt keine Auskunft geben – zur angepeilten Eröffnung hingegen schon: „Die Eröffnung der SB-Möbel Boss Filiale wird im Frühjahr 2019 stattfinden. Ein genaues Datum steht noch nicht fest.“

Das Unternehmen ist mit über 100 Filialen in Deutschland vertreten. In Homberg inves­tiert der SB-Möbler nach Angaben von Hohmeyer insgesamt 1,5 Millionen Euro. „Es sind umfangreiche Umbaumaßnahmen geplant. Das Haus wird zu einer der modernsten Boss-Filialen Deutschlands umgebaut. Damit der Kunde getreu dem SB-Konzept rund 85 Prozent der Ware, die er in der Ausstellung sieht, sofort mitnehmen kann, wird das innenliegende Lager im Haus reaktiviert“, so Hohmeyer.

Der Beginn der Arbeiten sei noch nicht genau terminiert. Jobanzeigen wurden bereits geschaltet. „Für die neue Filiale suchen wir rund 25 neue Mitarbeiter für alle Abteilungen: Lager, Verkauf, Küchenplanung, Kasse, Büro und Marktleitung“, sagt die PR-Referentin.

Ehemalige Schaumann-Mitarbeiter werde man dabei nicht per se übernehmen. „Da sich die Verkaufskonzepte von Möbel Boss und Möbel Schaumann grundsätzlich voneinander unterscheiden und zukünftig Möbel mit erheblich besserem Preis-Leistungs-Verhältnis angeboten werden, gibt es keine automatische Übernahme. Die ehemaligen Mitarbeiter können sich aber gerne bei uns bewerben“, so Hohmeyer.

Das Angebot umfasst unter anderem Küchen, Polstermöbel, Anbauwände, Schlaf- und Jugendzimmer, Essgruppen, Büro- und Kleinmöbel sowie Dekoartikel und Haushaltswaren.

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