Im Feuerwehrstützpunkt Homberg: Vier Kommunen betreiben gemeinsame Kleiderkammer für Einsatzkräfte 

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Hier gibt’s künftig Einsatzkleidung für die Feuerwehrkräfte der Kommunen Homberg, Frielendorf, Knüllwald und Schwarzenborn: Zur Inbetriebnahme der interkommunalen Kleiderkammer kamen (v. li.) Michael Bühn (stv. Gemeindebrandinspektor Frielendorf), Bürgermeister Thorsten Vaupel (Frielendorf), Bürgermeister Dr. Nico Ritz (Homberg), André Dickhaut (Stadtbrandinspektor Schwarzenborn), Bürgermeister Jürgen Liebermann (Schwarzenborn), Bürgermeister Jürgen Roth (Knüllwald), Jörg Rohde (Stadtbrandinspektor Homberg) und Carsten Löffler (Gemeindebrandinspektor Knüllwald).

Die Kommunen Homberg, Frielendorf, Knüllwald und Schwarzenborn betreiben seit diesem Monat eine gemeinsame Kleiderkammer für ihre Feuerwehr-Einsatzkräfte im Stützpunkt Homberg.

Homberg. Im Zuge der Interkommunalen Zusammenarbeit haben Homberg und Frielendorf ein neues gemeinsames Kapitel aufgeschlagen. Mit der Gemeinschaftskasse wurde 2016 der Grundstein für die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen gelegt. Jetzt beschreitet man im Bereich Feuerwehr gemeinsame Wege. Dafür haben sich Homberg und Frielendorf noch Verstärkung aus Knüllwald und Schwarzenborn hinzugeholt.

Gemeinsam betreiben die Kommunen seit Anfang des Monats eine interkommunale Kleiderkammer, mit Sitz im Feuerwehrstützpunkt Homberg. Hier werden alle Einsatzkräfte der Feuerwehren dieser vier Kommunen ab sofort eingekleidet. „Was lange währt, wird hoffentlich gut“, scherzte Hombergs Bürgermeister Dr. Nico Ritz bei der offiziellen Inbetriebnahme im Feuerwehrstützpunkt.

Bereits im November 2016 habe man erste Gespräche geführt und anschließend eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Bürgermeistern, Gemeinde- und Stadtbrandinspektoren sowie Verwaltungsmitarbeitern, gegründet. „Wir haben uns dann die Produkte mehrerer Bekleidungsfirmen angesehen und eine Wahl getroffen“, erklärte Frielendorfs Bürgermeister Thorsten Vaupel, selbst aktiver Feuerwehrmann, den Entstehungsprozess. Auf Homberg als zentralen Standort für die Kleiderkammer haben man sich schnell einigen können, so die vier Verwaltungschefs.

Er managt die Kleiderausgabe in Homberg: Klaus Steinbrecher (re.), verantwortlich für den Feuerwehrstützpunkt, händigt Wehrführer Matthias Poppitz neue Einsatzkleidung aus.

Auf gut 70 Quadratmetern sind derzeit 60 Jacken und 33 Hosen sofort verfügbar. Für einen reibungslosen Ablauf sorgt unter anderem Klaus Steinbrecher, bei der Stadt Homberg angestellter Gerätewart am Feuerwehrstützpunkt. „Durch große Mengen können wir schneller auf die Kleidung zugreifen, wenn sie gebraucht wird. Einzelbestellungen fallen weg. So sparen wir 30 Prozent pro Einsatzbekleidung (Jacke und Hose; Anm. d. Red.)“, betonte Vaupel. Anstatt 771 Euro liege der Preis dann bei 538 Euro (Gesamtkosten siehe EXTRA-INFO).

Das überzeugte auch die Stadt Schwarzenborn, die als letzte Kommune im Bunde im Februar dieses Jahres dazugestoßen ist. „Es ist ein guter Start in die Interkommunale Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen, nicht nur für mich als neuen Bürgermeister, sondern vor allem für die Stadt insgesamt“, sagte Jürgen Liebermann, der seit Mai 2017 Rathauschef in Schwarzenborn ist.

Wie sein Amtskollege Thorsten Vaupel, ist auch Knüllwalds Bürgermeister Jürgen Roth aktiver Feuerwehrmann und nicht zuletzt deswegen Befürworter der Kooperation mit den Nachbarkommunen. „Ich denke, wir haben hier die richtige Entscheidung getroffen“, sagte Roth.

Bei Jacken und Hosen solle es jedoch nicht bleiben. Wie die Verwaltungschefs mitteilten, solle die Kleiderkammer künftig noch mit Helmen, Stiefeln, Handschuhen und auch Uniformen für die Jugendfeuerwehren bestückt werden.

EXTRA-INFO

Gesamtkosten und Verteilung

Die Kosten für die 60 Jacken und 33 Hosen liegen nach Angaben der Stadt Homberg bei insgesamt bei 27.227,07 Euro – davon tragen Homberg, Frielendorf und Knüllwald jeweils 8.431,89 Euro und Schwarzenborn als kleinste Gruppe (60 Einsatzkräfte) 1.931,40 Euro.

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