Der Weg ist frei: Neue Efze-Brücke in Holzhausen eingeweiht

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Freudige Gesichter in Holzhausen: Bürgermeister Dr. Nico Ritz (2. v. li.), Ortsvorsteher Achim Becker (Mitte) und Peter Capitain (Unger Ingenieure) bei der feierlichen Einweihung der neuen Efze-Brücke.
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Seit Samstag ist die Efze-Brücke in Homberg-Holzhausen wieder offiziell für Fußgänger- und den Straßenverkehr freigegeben.

Homberg-Holzhausen. Vor vier Jahren ergab eine turnusgemäße Brückenprüfung in Holzhausen, dass der Efze-Übergang auf der Mittelstraße einen sehr schlechten Zustand aufweist. Das Bauwerk von 1927 sollte daher im Rahmen der Renaturierung des Flusses vor zwei Jahren saniert werden. Ein deutliche Verschlechterung des Brückenzustandes und ein fehlerhaftes Fertigbetonbauteil, das für einen neuen Durchlass eingeplant war, sorgten dafür, dass die Sanierungsarbeiten gestoppt wurden.

Anfang 2017 beschloss die Stadtverordnetenversammlung schließlich einen kompletten Neubau und im Mai desselben Jahres wurde das Ingenieurbüro Unger mit der Planung beauftragt. Im Frühjahr 2018 begann das Homberger Bauunternehmen Fröde mit den Arbeiten, die bis zum Herbst dauerten. Die Stahlbau Schmidt GmbH aus Thüringen vervollständigte das Bauwerk mit den notwendigen Brückengeländern, sodass es am dritten Adventssamstag offiziell eingeweiht werden konnte.

Insgesamt 445.000 Euro wurden in das Projekt investiert – wegen der Renaturierungsmaßnahmen kamen 80.000 Euro aus Landesmitteln. „Das Brücken-Thema war lange beherrschend“, blickte Bürgermeister Dr. Nico Ritz zurück und spielte unter anderem auf Spitzen im örtlichen Karneval an. Die Holzhäuser hätten die Beeinträchtigungen jedoch mit Geduld ertragen, sagte er vor allem in Richtung der direkten Nachbarn der Baustelle.

„Das ist heute ein schöner Anlass“, betonte der Rathauschef und bedankte sich bei allen, die an diesem Bauwerk mitgeholfen haben – dafür gab es von den versammelten Bürgern Applaus. Sofort sei die wichtige Verbindung der Dorfhälften genutzt worden, „auch ohne fertiges Geländer“, schloss er seine Ausführungen.

„Die Verzögerungen lagen vor allem an einem Hölzhäuser Bewohner“, machte Dr. Reiner Braun vom Ingenieurbüro die Anwesenden neugierig, „denn niemand hatte an den Otter gedacht“, löste er das Rätsel auf. Die Querungshilfe für den Wassermarder in Form einer Sandbank würde durch Sedimentierung von selbst entstehen, bis dahin benötige er allerdings einen Ausstieg aus dem Flussbett. „Die anfänglichen Schwierigkeiten haben uns letztendlich zu einer neuen Brücke verholfen“, freute sich Ortsvorsteher Achim Becker über den schmucken Betonbogen über die Efze. „Was lange währt, wird endlich gut“, brachte er es auf den Punkt.

„Mög’ sie sich nicht zu sehr verwinden und Nord mit Süd recht lang verbinden“, reimte Polier Rainer Danz in seinem Einweihungsgedicht – anschließend feierten die Holzhäuser ihre neue Brücke mit deftiger Fleischwurst und kalten Getränken.

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