Frielendorf: Bürgermeister Fey verabschiedet - Vaupel vereidigt

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Am Montagabend wurde Frielendorfs Bürgermeister Birger Fey nach 18 Jahren verabschiedet. Zuvor wurde sein Nachfolger Thorsten Vaupel vereidigt.

Frielendorf. Einen solchen Besucherandrang gab es bei bisherigen Gemeindevertretersitzungen in Frielendorf eher selten. Dabei standen nur wenige Punkte auf der Tagesordnung. Die betrafen obendrein lediglich zwei Personen: Den bisherigen Bürgermeister Birger Fey und seinen Nachfolger Thorsten Vaupel. Im Saal des Hotels Hassia hatten sich Freunde und Wegbegleiter des scheidenden und des künftigen Amtsinhabers eingefunden, um dabei zu sein, wenn Fey den Staffelstab an Vaupel übergibt.

In seiner Begrüßung arbeitete Vorsitzender Reiner Ebert die lange Gästeliste ab, bevor er Thorsten Vaupel als neuen Bürgermeister der Gemeinde Frielendorf mit ihren 16 Ortsteilen einführte. Per Handschlag verpflichtete Ebert den neuen Rathauschef zur gewissenhaften Erfüllung seiner Aufgaben.

Mit Aushändigung der Urkunde und Ablegen des Amtseids endete der offizielle Akt. "Für die Aufgabe wünsche ich dir alles Gute und viel Spaß", gab Fey seinem Nachfolger mit auf den Weg. Auf Vorschlag von Hartmut Becker beschloss das Gremium einstimmig, Birger Fey zum Ehrenbürgermeister zu ernennen. "Das hast du mehr als verdient", bestätigte Becker das Votum.

Anschließend wurde er von Ebert und dem Ersten Beigeordneten Günter Wald offiziell aus seinem Amt verabschiedet. "Es wurden viele dicke Bretter gebohrt", blickte Wald auf Feys 18-jährige Dienstzeit zurück, darunter die Neuausrichtung im Tourismus, die umfangreichen Kanalarbeiten, die den Schuldenberg in die Höhe trieben und schließlich der Beitritt unter den Rettungsschirm der Hessischen Landesregierung.

Frielendorfer Eigengewächse

Landrat Winfried Becker eröffnete den Reigen der Gratulanten. "Er hat das Amt mit großer Leidenschaft und Freude ausgefüllt", sagte er über den Noch-Bürgermeister, dessen Amtszeit am 20. Mai endet. "Sie sind Frielendorfer Eigengewächse", beschrieb SPD-Fraktionschef Gerhard Pflug sowohl den alten als auch den neuen ersten Mann in der Gemeinde.

Vertreter der CDU und der FWG zollten Fey ebenfalls Respekt und boten Nachfolger Vaupel eine offene Zusammenarbeit an. "Lieber Alt-Bürgermeister", begann Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke seine Ansprache an Fey, deren gemeinsamer Weg bereits vor vielen Jahren in der Jugendarbeit begann. "Bleib vor allem gesund, denn das ist das Wichtigste", lautete der Wunsch zum Ende.

Karl-Christian Schelzke überbrachte die Grüße von mehr als 400 Bürgermeistern des hessischen Städte und Gemeindebundes – dem neuen Kollegen Vaupel überreichte er ein Notizbuch. "Da können Sie alle Sorgen und Probleme hineinschreiben, die Ihnen Ihre Bürger vortragen", so die Gebrauchsanweisung.

Dann trat Birger Fey ans Mikrofon: "Ich war 18 Jahre in meinem Traumberuf", sagte er und fügte eine lange Dankesrede an, bei der er besonders seine Frau Adele und seine beiden Kinder hervorhob. "Vielen Dank, dass ich Euer Bürgermeister sein durfte", endete er sichtlich gerührt und erhielt stehende Ovationen.

Das letzte Wort hatte der kommende Mann im Chefsessel der Frielendorfer Verwaltung. "Meine Tür im Rathaus steht allen offen", bekräftige Thorsten Vaupel noch einmal und freute sich auf seine Aufgabe in der "lebens- und liebenswerten  Gemeinde". Seiner Frau Isabelle überreichte er eine rote Rose und eine Jahreskarte für das Frielendorfer Schwimmbad, mit dem Versprechen: "Wir gehen so oft wie möglich gemeinsam dorthin".

Für seinen Vorgänger hatte er ein orginelles Geschenk zum Abschied: Die neue Mütze von Birger Fey weist ihn künftig als "Ehrenbürgermeister" aus. Nach über dreieinhalb Stunden erklärte Reiner Ebert schließlich die Sitzung für beendet, während sich die Gäste am Büfett anstellten, nahmen der Alt-und der Neu-Bürgermeister zahlreiche Glückwünsche entgegen.

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