Drei ehrgeizige Mädchen ebnen Weg für erste Homberger Mädchenfußballmannschaft

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Einzigartig beim FC Homberg: Mit der Unterstützung ihres Trainers Matthias Schmitt (li.) und professionellem Auftreten – die AOK Homberg unterstützt den Mädchenfußball in der Kreisstadt – spielen die B-Juniorinnen eine ordentliche Saison.

Drei Mädchen legten den Grundstein für die erste Mädchenmannschaft des FC Homberg.

Homberg. Es ist dem Ehrgeiz und Engagement dreier Mädchen zu verdanken, dass es in Homberg überhaupt Mädchenfußball gibt. Heute, mehr als drei Jahre nach der Gründung der Mannschaft spielen 20 Mädchen zwischen 13 und 15 Jahren in der ersten Jugend-Mädchenmannschaft des FC Homberg – und das mit Freude und Ehrgeiz. Nach anfänglicher Findungsphase läuft es für das Team immer runder­: in ihrer dritten Saison konnten sie in der Hinrunde aktuell mit neun Zählern sogar eine neue persönliche Punktebestmarke setzen.

„Wir wollten zusammen Fußball spielen, aber in der Nähe gab es keine Möglichkeiten und bei Jungen wollten wir nicht spielen“, erzählen die Gründer-Mädchen Nele, Jana und Luzie. „Anfangs haben wir noch alleine auf dem Sportplatz am Homberger Stellberg gespielt, doch uns wurde schnell klar, dass wir einen Trainer brauchten“, so Nele Rothauge. Daraufhin wandten sich die Drei an Matthias Schmitt, der bereits Erfahrung im Jugendbereich hatte, den drei hochmotivierten Fußballerinnen aber die Aufgabe stellte noch mehr Mädchen für ihre Idee zu gewinnen. „Er sagte uns, dass er erst ein Training anbieten würde, wenn wir mindestens zu zehnt wären“, erzählen die Mädels.

In Aktion auf dem heimischen Rasen: Es war ein langer Weg bis für die Fußball-Juniorinnen des FC Homberg, bis sie am Ligabetrieb teilnehmen konnten.

Herausforderung angenommen! Am nächsten Tag hätten die Mädchen in der Schule sofort eine Unterschriftenliste ausgehängt. Mit Erfolg: Insgesamt 14 Mädchen unterschrieben darauf. Nur zwei Tage später habe dann auch Trainer Schmitt eingewilligt, die erste Homberger Mädchenmannschaft zu trainieren.

„Zu Anfang mussten erstmal grundlegende Sachen, wie Ballführung und Torschuss trainiert werden. An eine Teilnahme am Spielbetrieb war damals aber noch nicht zu denken“, erinnert sich Trainer Schmitt. Vorerst seien deshalb nur Freundschaftsspiele ausgetragen worden. „Von Anfang an war jedoch klar, dass Niederlagen zum Fußball dazu gehören“, so Schmitt, der die Moral und den Ehrgeiz seiner Spielerinnen lobt: „Aber die Mannschaft gab nie auf. Sie ließ sich nicht durch Misserfolge unterkriegen, sondern lernte immer mehr dazu und verbesserte sich von Spiel zu Spiel.“ Bald hatte jeder seine Position in der Aufstellung gefunden.

Nach einer eher weniger erfolgreichen ersten Saison sind dieses Jahr bereits nach der Hinrunde die großen Fortschritte der Mädchen erkennbar. Und auch die Spielerzahl nehme weiterhin zu – immer mehr Mädchen können sich für den Sport begeistern. Mit dem Motto „Wir sind ein Team!“ haben die Fußballerinnen nie aufgegeben und es auch in Zukunft nicht vor.

von Jana Schmitt, Schülerpraktikantin

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