Gemeinsam in Sachen Abwassertechnik: Vier Kommunen bauen Zusammenarbeit aus

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Sie wollen auch in der Abwassertechnik interkommunal zusammenarbeiten: (vorne, v.li.) die drei Bürgermeister Thorsten Vaupel, Jürgen Roth und Jürgen Liebermann, Benjamin Neidert (Leiter Technische Betriebe Homberg) und Rudolf Matheis (Erster Beigeordneter Frielendorf) sowie (hinten, v.li.) Rolf Heerdt (Leiter Technischer Gemeindeservice), Bürgermeister Dr. Nico Ritz, Johannes Brehm (Erster Beigeordneter Knüllwald) und Armin Heß (Erster Stadtrat Schwarzenborn).

Die vier Kommunen Homberg, Schwarzenborn, Frielendorf und Knüllwald betreten „Neuland” und werden künftig auch in der Abwassertechnik interkommunal zusammenarbeiten.

Homberg/Schwarzenborn/Knüllwald/Frielendorf. „Hier geht es gar nicht um das große Geld, sondern um die Sicherstellung der Entsorgungssicherheit“, so Hombergs Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Es gelte die Frage zu beantworten, wie man es schaffe, dass 16 Kläranlagen sicher funktionieren. Und man sei „guter Dinge, dass wir diesen wichtigen Schritt für alle vier Kommunen erreicht haben.“ Die Kommunen Homberg, Frielendorf, Knüllwald und Schwarzenborn wollen im Bereich der technischen Betriebsführung der Abwasseranlagen zusammenarbeiten. Mit dabei sind die Abwasserverbände Oberes Beisetal und Oberes Efzetal.

Am Mittwoch unterzeichneten die sechs Vertragspartner eine dementsprechende Vereinbarung auf der Homberger Kläranlage „Im Kullbach“. „Es ist eine Herzensangelegenheit von Homberg und Frielendorf, dass wir hier zusammenarbeiten und wir sind froh, dass wir das geschafft haben. Gerade in Coronazeiten ist es wichtig, dass dieses Stück Daseinsfürsorge funktioniert, um keine größeren Probleme zu kriegen“, erklärte Frielendorfs Bürgermeister Thorsten Vaupel.

„Es geht auch um die Arbeitssicherheit der sieben Mitarbeiter und eines Auszubildenden. Damit es nicht zu personellen Engpässen kommt. Insbesondere bei Arbeiten, bei denen zwingend zwei Mann vor Ort sich gegenseitig absichern müssen, ist eine interkommunale Zusammenarbeit wichtig“, so Schwarzenborns Stadtoberhaupt Jürgen Liebermann. „Außerdem darf der demografische Wandel nicht außer Acht gelassen werden. Viele ältere Mitarbeiter gehen bald in den Ruhestand. Es ist daher nötig, das Berufsbild des Abwassertechnikers für interessierte künftige Auszubildende attraktiv zu machen“, so Liebermann weiter.

Knüllwalds Bürgermeister Jürgen Roth stimmte ihm zu und machte deutlich, dass ein Personalpool sehr wichtig sei, damit sich die Kollegen untereinander unterstützen und auch vertreten könnten.

Zu den Aufgaben der Mitarbeiter zählen unter anderem der Betrieb und die Instandhaltung der Abwasseranlagen. Die gemeinsame technische Betriebsführung umfasst die Überwachung, Steuerung und den Betrieb der Abwasseranlagen mit einem Kanalnetz von 355 Kilometern.

Ritz betonte: „Wir alle sind zwar in der interkommunalen Zusammenarbeit schon in den Bereichen Gewerbegebiet, Finanzen und Bautechnik erprobt, jetzt betreten wir jedoch bei der Abwassertechnik großes Neuland. Es kommen Herausforderungen auf uns zu.“

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