Geschichte des Homberger Burgbergs in wieder eröffnetem Museum präsentiert

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Große Freude über die Neueröffnung war bei den Initiatioren und Gästen im ersten Stock der Engel-Apotheke zu spüren: (v. li.) Bürgermeister Dr. Nico Ritz, Dr. Waldemar Volk, Wolf-Dietrich Linke, Hans Skamel, Karl Hesse, Alfred Uloth und Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Thurau.
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Einer der fünf Initiatioren, Alfred Uloth.
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Bürgermeister Dr. Nico Ritz.

Zur Eröffnung des Hohenbergmuseums kamen rund 50 Gäste in die Engel-Apotheke am Homberger Marktplatz. 150 von 7.000 Fundstücken sind dort ausgestellt.

Homberg. Nachdem die Homberger Hohenburg im 30-jährigen Krieg zerstört wurde, verfiel sie über die Jahrhunderte. Von 1997 bis 2001 wurde das noch erhaltene Bauwerk, der Burgbrunnen, ausgegraben. Dieser ist nicht nur ein technisches Meisterwerk des 17. Jahrhunderts, sondern auch einer der tiefsten Brunnen Deutschlands mit 150 Metern. Insgesamt wurden etwa 7.000 Fundstücke im Brunnen ausgegraben. Eine Auswahl von etwa 150 Exponaten kann nun im neu eröffneten Hohenbergmuseum in der Engel-Apotheke betrachtet werden.

Dieses Modell ist nur eine von vielen interessanten Stationen des Museums rund um die Geschichte des Burgbergs, dem zerstörten Schloss und der Brunnenausgrabung. Viele interaktive Stationen laden sogar zum spielerischen Lernen ein.

Zur Eröffnung luden die Initiatoren neben Bürgermeis­ter Dr. Nico Ritz, Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Thurau und Ersten Kreisbeigeordneten Jürgen Kaufmann auch viele weitere Gäs­te nach Homberg ein.

Das Museum war von 2011 bis 2014 in der heutigen Arbeitsagentur untergebracht und erstrahlt nun in neuem Glanz am Homberger Marktplatz. „Seit Jahren haben wir uns immer dienstags getroffen, um das Museum vorzubereiten“, erklärt Alfred Uloth, einer der fünf Initiatoren des Museums. „Ich hoffe darauf, dass es sich in der regionalen Museumslandschaft etabliert.“

Der Bamberger Student Marius Kröner war den Fünf zudem eine große Hilfe, da er sogar seine Magisterarbeit „Eine Burg im Brunnen lag und schlief“ über die Ausgrabung und deren Fundstücke geschrieben hat und vor Ort entsprechend mithalf. Für die Arbeit am Museum trafen sich die Fünf quasi jeden Dienstag. „Da kamen schon etwa 6.000 Arbeitsstunden zusammen“, resümiert Uloth, „wir erzählen im Museum auch keine Geschichten, sondern beschränken uns auf die Fakten.“

Einer der fünf Initiatioren, Alfred Uloth.

„Städtebaulich hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Die Brunnenausgrabung habe ich damals noch aus der Ferne mitbekommen. Es ist dabei beachtlich, dass alle Exponate mit der Hand herausgeholt wurden“, lobt Ritz die Ausgrabungsarbeiten, die unter dem ebenfalls zur Eröffnung anwesenden Archäologen Dr. Rainer Nier-Glück vonstatten gingen.

Die Ausgrabung wurde händisch erledigt, da mit einer Baggerschaufel zu viele Gegenstände zerstört worden wären. Insgesamt sind laut Uloth 250.000 Euro an Spendengeldern zusammengekommen, um die jahrelange Ausgrabung damals zu finanzieren. Der Verein beteiligt sich mit 20.000 Euro am Museum, der Rest wird über eine Förderung finanziert. Laut Mietvertrag bleibt das Museum die nächs­ten 30 Jahre im ersten Stock der Engel-Apotheke und soll sich als Lernort etablieren, der mit einem kostenfreien Eintritt lockt. Um Spenden wird gebeten. Infos und Anmeldung für Besichtigungen über www.burgberggemeinde-homberg.de/.

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