Große Tat auf kleinem Rad: Michel Descombes tritt für krebskranke Kinder in die Pedale

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Station auf dem Homberger Marktplatz: Michel Decombes (li.) machte auf seiner „Tour der Hoffnung“ Halt in der Kreisstadt. Bürgermeister Dr. Nico Ritz überreichte eine Geldspende.

Michel Descombes trotzt auf seiner „Tour der Hoffnung“ Corona. Er sammelt für krebskranke Kinder und machte am Donnerstag Halt in Homberg.

Homberg. Seit 36 Jahren ist er ein Garant der guten Laune und bei Marathon- und Laufveranstaltungen in Deutschland nicht wegzudenken: Michel Descombes – bekannter als so mancher Marathonsieger.

„Spaßpräsident“, „Spaßclown“ oder „Monsieur Baguette“ – diese „Titel“ beschreiben nicht im geringsten das Anliegen und das große Herz, das Michel Descombes hat. Denn als „Michel on tour“ mit Uniform, seine Haare im Trikolore-Format und sein französischer Akzent sowie seine besonders liebevolle Art, die Läuferinnen und Läufer auf ihrem langen Weg vom Start bis zum Ziel anzufeuern und zu motivieren, machen diesen Franzosen so charmant und so berühmt. Und sein Ziel ist nicht der Spaß, sondern Notleidenden zu helfen.

In Coronazeiten ohne große Veranstaltungen bleibt er nicht zu Hause, sondern befindet sich jetzt alleine auf Tour von seinem Heimatort Ebsdorf bei Marburg bis nach Berlin. Bis 25. September will er die circa 500 Kilometer lange Strecke zurücklegen. Eine Station auf der Tour war auch die Kreisstadt Homberg. Seine zehntägige Ein-Mann-Fahrradtour fährt er zugunsten und als Ersatz der deutschlandweit bekannten, aber leider ausgefallenen Promi-Fahrradtour „Tour der Hoffnung für krebskranke Kinder“. Auf seiner Tour sammelt er Spenden für notleidende Kinder.

Mit 79 Jahren auf einem kleinen Fahrrad kam Michel Descombes auf dem Homberger Marktplatz an und wurde dort herzlich von Hombergs Bürgermeister Dr. Nico Ritz begrüßt. Dieser übergab eine kleine Geldspende an Descombes. Dieser reicht alle Geldspenden an das Orga-Team der „Tour der Hoffnung“ weiter. „Wenn ich auf meiner Tour Ermäßigungen erhalte, zum Beispiel bei Unterkunft oder Essen, zahle ich diese Beträge aus eigener Tasche als Spende an die ‚Tour der Hoffnung‘. Denn ich zahle alle Kosten auf meiner jetzigen Tour aus eigener Tasche“, sagt Michel Descombes. (di)

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