Neue Vitrinen: Wildpark Knüll stellt ab sofort auch Tierpräparate-Sammlung aus

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Offizielle Übergabe der Vitrinenschlüssel im Wildpark Knüll: (v. li.) Umweltpädagogin Sara Engelbrecht, Kerstin Schwab (Betriebsleiterin), Dr. Wolfgang Fröhlich (Wildpark-Leiter), Johannes Schmidtmann (Kreisjagdverein „Hubertus“ Fritzlar-Homberg) und Michael Sack (1. Vorsitzender Förderverein Wildpark)

Der Wildpark Knüll stellt ab sofort für seine Besucher auch Tierpräparate aus. Um die in Szene zu setzen, hat der Kreisjagdverein "Hubertus" Fritzlar-Homberg zwei Glasvitrinen gesponsert.

Homberg-Allmuthshausen. Der Wildpark Knüll hat wieder Neuzugänge zu vermelden. Dafür muss dieses Mal allerdings kein neues Gehege gebaut werden. Denn: Die Neuen haben nämlich schon das Zeitliche gesegnet. Ab sofort gibt es im Wildpark Knüll auch Präparate zu bestaunen. Und zwar größtenteils von Tieren, die lebendig in keinem Gehege des Parks zu finden sind. Um diese richtig in Szene zu setzen, hat das Wildpark-Team besonders schöne Stücke in zwei nagelneuen Vitrinen untergebracht.

Die verschließbaren Glaskästen wurden vom Kreisjagdverein „Hubertus“ Fritzlar-Homberg gesponsert, der dafür ordentlich in die Tasche gegriffen hat. Immerhin kostet eine Vitrine 2.000 Euro. „Wir kooperieren schon seit Jahren mit dem Wildpark bei der Jungjägerausbildung. Die Präparate können somit nicht nur für Gäste des Wildparks, sondern auch für Ausbildungszwecke genutzt werden“, erklärte Johannes Schmidtmann, erster Vorsitzender des Kreisjagdvereins, bei der offiziellen Übergabe.

Über 50 Tiere sind im Naturzentrum ausgestellt – das hat es zuvor noch nicht gegeben. „Die meisten Präparate sind Spenden und schon längere Zeit in unserem Besitz. Wir haben sie aber zuvor noch nie alle zusammen ausgestellt“, sagte Park-Leiter Dr. Wolfgang Fröhlich. Die Ausstellung solle in dieser Form dauerhaft zu besichtigen sein und sogar noch erweitert werden. „Es kommen noch Präparate hinzu – aber auch Schädel und Felle“, so Umweltpädagogin Sara Engelbrecht, die ebenso bei der Vitrinenübergabe anwesend war, wie auch Betriebsleiterin Kerstin Schwab und der erste Vorsitzende des Fördervereins Michael Sack. Letztgenannter sagte vor Ort dann auch gleich den Kauf weiterer Vitrinen zu.

Dabei sollen vor allem seltene Exemplare die Ausstellung komplettieren. Jetzt schon zu bestaunen ist ein Auerhahn. „Das ist einer der letzten in freier Wildbahn erlegten Auerhähne im Schwalm-Eder-Kreis. Das war noch vor dem zweiten Weltkrieg“, erzählte Fröhlich und hofft auf weitere „Raritäten“, die dem Wildpark von Spendern zur Verfügung gestellt werden. So ist der Park-Leiter unter anderem noch auf der Suche nach einem Mauswiesel, einem Marderhund oder auch einem Wolf. „Wer Präparate zu Hause – vor allem seltene Exemplare – und dafür keinerlei Verwendung hat, kann sich gerne beim Wildpark melden“, so Fröhlich abschließend.

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