Homberg Gimmick im Kult-Comic: Stadtkirche als Bastelbogen im Yps-Heft

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Papier-Modell und das Original: Redakteur Julian Klagholz hat die Homberger Stadtkirche aus dem aktuellen Yps-Heft nachgebaut.

Die Homberger Stadtkirche zum Selberbauen – das ist tatsächlich möglich. Im aktuellen Yps-Heft gibt’s die Kirche im Herzen der Kreisstadt jetzt als Bastelbogen aus Papier.

Homberg. Es waren vor allem die coolen Gimmicks, die das Yps-Heft für Kinder und Jugendliche so einzigartig machte und zu Kult-Status verhalf. Die erste Ausgabe erschien vor 42 Jahren – mittlerweile sind es 1.279 und ebensoviele Gimmicks. Wie seine einstigen Leser ist auch das Yps dem Jugendalter entwachsen. Nachdem das Heft 2000 eingestellt wurde, kam es 2012 zum Revival – seitdem als Magazin für Erwachsene. Einer, den das Kult-Comic-Heft bis heute begleitet, ist Ingo Fromm.

Insbesondere die Bastelbögen haben es dem Bad Wildunger angetan. Fromm ist Gründer und Eigentümer des Fachwerkhaus Kartonbau-Verlages mit Sitz in der Kurstadt. Seit mehr als vier Jahren produziert der Verlag Kartonbaubögen. „Wir kartografieren Fachwerkhäuser und erstellen daraus Bastelbögen“, erklärt Fromm im Gespräch mit unserer Zeitung. Auch die Stadtkirche in Homberg hat der Bad Wildunger jüngst als Bastelbogen produziert.

Mit der Stadtkirche zum Schnippeln, Knicken und Kleben schließt sich damit ein Kreis für den Yps-Fan. Denn: Der Homberger Bastelbogen ist Gimmick in der aktuellen Ausgabe des Kult-Comics. Im Maßstab 1:410 ist die Papier-Stadtkirche seit Mitte März deutschlandweit zu haben. „Die Auflage beträgt 65.000. Circa 45.000 sind bereits verkauft worden“, weiß Ingo Fromm.

Zum Schnippeln, Knicken und Kleben: Der Bastelbogen der Homberger Stadtkirche.

Doch, wie hat es der Kirchenbogen überhaupt in das Kult-Comic-Heft geschafft? „Homberg ist Reformationsstadt und 2017 ist Lutherjahr. So bin ich auf die Stadt Homberg und auf den Verlag, der das Yps auflegt, zugegangen und habe ihnen meine Idee vorgestellt“, erzählt Fromm. Nicht nur die Stadtverwaltung, sondern vor allem der Ehapa Verlag seien „Feuer und Flamme“ für das Homberg-Gimmick gewesen.

Nach Ansicht von Fromm ist das Yps-Heft dabei auch ein perfekter Werbeträger für Homberg – gerade im Reformationsjahr. „Die Yps-Käufer sind längst keine Kinder und Jugendlichen mehr. Die Leserschaft ist zwischen 35 und 50 Jahre alt. Und das sind alles potentielle Gäste für Homberg“, betont der Bad Wildunger.

EXTRA-BASTELN

Julian Klagholz baut die Stadtkirche

„Wer die Stadtkirche im Miniformat nachbauen möchte, sollte etwas Zeit und Geschick im Umgang mit Schere und Kleber mitbringen. Ich habe mir das Heft besorgt und mich an das Projekt gewagt. Meine Bastelzeit: Rund anderthalb Stunden – inklusive zehn verklebter Finger.“

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