Internationaler Museumstag: Heimatmuseum Homberg zeigt Kloster-Rekonstruktion

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Arbeiten gemeinsam an der virtuellen Rekonstruktion des ehemaligen Homberger Klosters St. Georg: (v. li.) Volker Kehl, Karl Otto Schmitt und Frank Lindekamm.

Zum Internationalen Museumstag hat man sich auch in Homberg auf „Spurensuche“ begeben: Am Sonntag, 21. Mai, erwartet die Besucher unter anderem das ehemalige Homberger Kloster St. Georg in voller Pracht.

Homberg. „Spurensuche“ lautet das Motto des diesjährigen Internationalen Museumstags. Auch das Homberger Heimatmuseum im 1517 errichteten Hochzeitshaus öffnet seine Pforten zu diesem besonderen Tag – am Sonntag, 21. Mai. „Auch wir haben uns auf Spurensuche in unserem Museum und in Homberg begeben“, erzählt Karl Otto Schmitt vom Kuratorium des Heimatmuseums.

So erwartet die Besucher an diesem Tag eine frisch restaurierte Küchenausstellung, dessen Herzstück die große mittelalterliche Küche ist. „Wir sind froh, dass hier alles wieder in neuem Glanz erstrahlt“, sagt Schmitt, so sei der Raum vorher nicht mehr vorzeigbar gewesen.

Ein weiterer Höhepunkt erwartet die Museumsbesucher im ersten Stock. Hier wurden die Mauern des ehemaligen Homberger Klosters St. Georg wieder errichtet – zumindest auf dem Papier. Möglich gemacht hat’s Frank Lindekamm. Der Fachlehrer für Holztechnik und Tischlermeister ist dabei ein Wiederholungstäter, denn auch die Hohenburg hat er bereits wieder virtuell aufbauen können.

„Die Klosteranlage ist in ihrer Ursprungsform seit 500 Jahren nicht mehr existent. Von der gesamten Klosteranlage gibt es gibt leider nur eine kartographische Zeichnung aus dem 19. Jahrhundert“, erklärt Lindekamm, der sich zur Rekonstruktion weiterer historischer Aufzeichnungen aus dem Staatsarchiv Marburg bediente.

Dabei erhielt er Unterstützung von Karl Otto Schmitt und Volker Kehr, ebenfalls Kuratoriumsmitglied. Noch ist die Arbeit, die sie im Januar aufnahmen, nicht beendet. Das große Ziel ist ein dreidimensionales Modell des Klosters. „Ein Pappmodell im Maßstab 1:100 wäre denkbar. Schön wäre natürlich, wenn wir das bis zum Reformationstag schaffen würden. Das ist jetzt jedoch noch nicht sicher“, betont Lindekamm.

Das Heimatmuseum, Pfarrstraße 26, hat am Sonntag, 21. Mai, von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist an diesem Tag frei.

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