Pumuckl-Gruppe der Homberger Kita Osterbach begleitete Distelfalter bei ihrer „Verwandlung“

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Die Pumuckl-Gruppe mit Erzieherin Brigitte Michelbach (li.) verabschieden sich von den lieb gewonnenen Distelfaltern.

Von der Raupe zum Schmetterling: Die Kinder der Pumuckl-Gruppe in der Homberger Kita Osterbach haben sechs Distelfalter aufgezogen und in die Natur entlassen.

Homberg. Eines der bekanntesten Werke von Franz Kafka trägt den Titel „Die Verwandlung“. Die Verwandlung von einer Raupe zu einem Distelfalter konnte jetzt die Pumuckl-Gruppe der Homberger Kita Osterbach hautnah miterleben. Denn dort standen die vergangenen Wochen im Hinblick auf das heutige Frühlingsfest, ganz im Zeichen der kleinen Raupe Nimmersatt. Für das Fest haben die Kinder mit Eifer gebastelt, gesungen, getanzt und das Theaterstück „Die kleine Raupe Nimmersatt“ eingeübt.

Um ihren Schützlingen das Thema erlebbarer zu gestalten, hatte Erzieherin Brigitte Michelbach die Idee, kleine Raupen in die Kita zu holen, um ihnen bei ihrer Entwicklung zusehen zu können. Dafür besorgte sie ein Raupen-Aufzuchtset mit sechs winzigen Larven inklusive Aufzuchtfutter. So konnten die Kids jeden Tag die Verwandlung beobachten: Von der Larve zur gefräßigen Raupe – genau wie in dem bekannten Bilderbuch.

Kleine Raupe – Harte Schale

Dann folgte das Spinnen hauchdünner Fäden und so erstarrten die kleinen dicken Raupen nach zwei Wochen in einer Hülle, auch Kokon genannt. Während dieser Zeit hingen sie unbeweglich am Deckel eines Bechers. Die Kinder hatten die Aufgabe, die Puppen vorsichtig von dem restlichen Fadengespinst zu befreien, damit die Flügel später – beim Schlüpfen der Schmetterlinge – keinen Schaden nehmen konnten, und setzten sie in eine Voliere um.

Der Distelfalter zählt zur Familie der Edelfalter.

Eine spannende Aufgabe, galt es schließlich vorsichtig mit den Edelfalter-Puppen umzugehen. „Die Kinder verfolgten die Veränderungen sehr gespannt. Einige Tage lang geschah gar nichts, nur die Farbe des Kokons veränderte sich. Sie wurde immer dunkler und auch goldene Pünktchen wurden sichtbar“, erklärt die Erzieherin.

Geschlüpft: Die Zeit des Abschieds ist gekommen

Etwa eine Woche später geschah es dann: Die Kinder konnten morgens beobachten, wie innerhalb einer Stunde sechs farbenfrohe Distelfalter schlüpften. „Die Kids haben den Schmetterlingen bei ihren ,ersten Gehversuchen’ zugeschaut. Wie sie vorsichtig ihre Flügel entfalteten und dann die Wände der Voliere hochkrabbelten und ihre ersten Flugversuche wagten“, beschreibt Michelbach.

Danach galt es die Voliere mit Blüten und Blättern zu bestücken, die die Kinder aufgeregt und motiviert draußen sammelten. Außerdem wurden die Schmetterlinge mit einer Fruchtzuckerlösung gefüttert. So groß die Freude über das Schlüpfen ihrer lieb gewonnenen „Haustiere“ auch war, näherte sich am Donnerstag die Zeit des Abschieds. Die gesamte Gruppe machte sich mit ihrer Schmetterlingsunterkunft auf die Wiese, um die Edelfalter in die Natur zu entlassen.

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