Homberg: Kreisverwaltung wegen herrenloser Tasche evakuiert

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In Homberg wurde Freitagmittag die Kreisverwaltung evakuiert. Eine herrenlose Tasche sorgte für Alarmbereitschaft. Ein Verdächtiger wurde festgenommen

Homberg. Für einige Aufregung sorgte am Freitagmittag eine Bedrohungslage in der Kreisverwaltung Homberg. Nachdem eine Tasche mit undefinierbarem Inhalt im Büro einer Jugendamts-Mitarbeiterin aufgetaucht war, wurde das gesamte Kreishaus evakuiert. Rund 200 Mitarbeiter mussten sich vor dem Gebäude versammeln. Etwa eine Stunde dauerte die Evakuierung an, bis die Polizei Entwarnung geben konnte: "Mitarbeiter des Fachkommissariats für Sprengstoffe und Waffen haben die Tasche untersucht und keine gefährlichen Gegenstände gefunden", sagt Polizeisprecher Markus Brettschneider. In der Tasche sollen unter an

derem Windeln und Kinderspielzeug gewesen sein.

Da die Mitarbeiter im Jugendamt für solche Krisen-Situationen sensibilisiert seien, wurde die interne Alarmkette in Gang gesetzt, wie Landrat Winfried Becker betont.

Ein Verdächtiger wurde festgenommen. Der 31- Jährige aus Groß-Gerau gab zu die Tasche im Jugendamt stehen gelassen zu haben. Brettschneider: "Heute war ein kritischer Termin im Jugendamt wegen eines Trennungsstreits angesetzt. Dabei kam es schon im Vorfeld zu Bedrohungen gegenüber der Ex-Partner. Nun wird geprüft, ob der Festgenomme einen möglichen Straftatbestand erfüllt." Zu expliziten Drohungen gegenüber Mitarbeitern kam es nach Auskunft der Polizei nicht. Mittlerweile wurde der Mann von den polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Landrat Winfried Becker zeigte sich erschrocken über den Vorfall: "Der Räumungsbefehl kam gegen 10.45 Uhr. Das ist erschreckend, insbesondere in diesen unruhigen Zeiten. Deswegen war die Entscheidung, dass Gebäude zu räumen, auch richtig.  Ich bin dankbar, dass alles problemlos geklappt hat." Und weiter: "Ich habe so etwas noch nie erlebt. Aber der Tag wird jetzt normal weiter gehen."

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