Mühlhausen: Flutmuldenfest zum Abschluss der Renaturierngsmaßnahme der Efzeaue

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Hier gibt’s das wiedergewonnene Naturschauspiel zu sehen: (v. li.) Dr. Reiner Braun (Ingenieurbüro Unger), Uwe Koch (Leiter Amt für Bodenmanagement Homberg), Bürgermeister Dr. Nico Ritz, Peter Kugler (Betriebsleiter Wasserverband Schwalm), Werner Lange (Kreis), Dietmar Groß (FWG), Jürgen Thurau (Stadtverordnetenvorsteher) und Ortsvorsteher Ralf Listner verweisen auf die renaturierte Efze.

Natur- und Hochwasserschutz waren die Beweggründe, die Efze vor den Toren Mühlhausens zu renaturieren. Zum Abschluss der Arbeiten wurde ein Flutmuldenfest vor Ort gefeiert.

Homberg-Mühlhausen. „Die Dramaturgie passt“, sagte Hombergs Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Denn: Es regnete zur Eröffnung des Flutmuldenfests an der Fischerhütte in Mühlhausen. Der Grund für das Fest war die Fertigstellung der Renaturierungsmaßnahme der Efzeaue vor den Toren des Homberger Stadtteils. Die hatten im Oktober 2014 mit dem symbolischen Spatenstich (wir berichteten) begonnen. Gut 31 Monate und rund 2,5 Millionen Euro (siehe EXTRA-INFO) später trafen sich die Verantwortlichen der Maßnahme sowie Gäste aus Politik und Dorfbewohner, um die Fertigstellung zu feiern.

Vor Beginn der Baumaßnahmen waren bereits zehn Jahre der Planung ins Land gegangen. „Sie haben einen langen Atem bewiesen. Doch mit Abschluss dieser Maßnahme ist die Efze von der Quelle bis zur Mündung fast wieder komplett renaturiert. Das ist bemerkenswert“, betonte Werner Lange, in Vertretung von Landrat Winfried Becker. Nicht nur im Rahmen des Natur-, sondern auch des Hochwasserschutzes sei hier eine wichtige Maßnahme zum Abschluss gebracht worden, so Lange.

„Die Keller bleiben trocken“

Besonders den Mühlhäusern treibt starker Regen jetzt keine Sorgenfalten mehr auf die Stirn. „Die Bürger konnten schon im vergangenen Jahr erleben, dass die Keller trocken bleiben“, stellte Bürgermeister Ritz einen wichtigen Aspekt der Maßnahme heraus.

Die Renaturierungsmaßnahme von oben: Der Plan zeigt, was in den vergangenen zweieinhalb Jahren von den Toren Mühlhausens mit der Efze passiert ist.

Nicht minder wichtig sei jedoch auch der Naturschutz, den man durch die Renaturierung nun „365 Tage im Jahr betreibt“, erklärte Dr. Reiner Braun vom Ingenieurbüro Unger, wie bereits beim Spatenstich 2014. „Den natürlichen Lebensraum zurück zu gewinnen, war den Einsatz absolut wert“, bilanzierte Bürgermeister Ritz und merkte an: „Hinter diesem Naturschauspiel stecken die großen Leistungen aller Beteiligten.“

Dazu gehörte auch das Amt für Bodenmanagement in Homberg, das für das Flurbereinigungsverfahren im Vorfeld zuständig war. „Insgesamt waren 22 Flurstücke betroffen. In engem und konstruktivem Dialog mit allen Beteiligten ist es gelungen, in nur anderthalb Jahren die Neuordnung der Grundverhältnisse zu regeln und somit einen entscheidenden Beitrag zu leisten“, lobte Amtsleiter Uwe Koch vor allem die Leistung seiner Mitarbeiter.

Insgesamt seien rund 80.000 Kubikmeter Boden ausgehoben worden, so Reiner Braun.

EXTRA-INFO

Zahlen zur Baumaßnahme

• Länge der Flutmulden: zwei Kilometer

• Planungsraum: 16 Hektar

• Zuwendungsfähige Ausgaben: 2.482.150 Euro

• Förderung des Landes Hessen: 2.109.820 Euro

• Eigenanteil der Stadt Homberg: 372.330 Euro

• davon Förderung durch den Wasserverband Schwalm: 186.165 Euro

• tatsächlicher Eigenanteil der Stadt: 186.165 Euro

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