Rollgitter am Parkhaus Pulverturm: Untere Ebene „nur für Mieter“

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Einfahrt nur noch mit Parkausweis: Seit Ende vergangener Woche sorgt ein Rolltor dafür, dass nur noch Mieter in die untere Ebene des Parkhauses Pulverturm einfahren können.

Seit Ende der vergangenen Woche ist die untere Ebene des Homberger Parkhauses am Pulverturm durch ein Rollgitter verschlossen. Das Schild an der Einfahrt verrät: Ab sofort sind die Stellflächen nur noch für Mieter vorgesehen.

Homberg. Wer in die untere Ebene des Parkhauses Pulverturm fahren möchte, steht seit Ende der vergangenen Woche vor verschlossener Tür. An der unteren Einfahrt wurde ein Rollgitter angebracht. Die Durchfahrt auf die obere Ebene ist gar durch einen Metallzaun versperrt. Der Grund: Die Stadt möchte im Zuge eines neuen Verkehrskonzepts den Parkraum in Homberg neu ordnen. Deshalb wurden die unteren Stellplätze im Pulverturm jetzt in Privatparkplätze umgewidmet, die bei der Stadt angemietet werden müssen.

Nachdem in Homberg seit knapp anderthalb Jahren das Parken kostenpflichtig ist, hat die Stadt das Parkverhalten auch im Pulverturm beobachtet. „Die untere Etage im Parkhaus wird schlecht genutzt. Gleichwohl gab es eine hohe Nachfrage von Anwohnern und Geschäftsleuten nach festen Stellplätzen“, erklärt Bürgermeister Dr. Nico Ritz auf Nachfrage unserer Zeitung. Die obere Fläche könne hingegen weiterhin öffentlich mit Parkschein genutzt werden.

Mehr Parkmöglichkeiten am Ärztehaus

Ein weiterer Grund für die Umwidmung der Stellflächen im Pulverturm sei die Parksituation rund um das Ärztehaus in der Obertorstraße. „Hier gibt es nicht genügend Stellplätze, noch dazu muss der Parkplatz umgebaut werden, da die Fahrstraße nicht optimal ist“, erklärt der Bürgermeister. Um den Patienten jedoch nicht zu lange Wege zumuten zu müssen, hat man sich dafür entschieden, die obere Parkgarage (Hans-Staden-Allee) schräg gegenüber des Ärztehauses für Patienten zur Verfügung zu stellen. Die knapp 18 Stellplätze in der Garage waren zuvor an Anwohner der Altstadt und städtische Mitarbeiter vermietet.

Neu geordnet: Die Parkgarage in der Obertorstraße (rot markiert) steht künftig Patienten des Ärztehauses (re.) zur Verfügung. Einige Mieter haben einen neuen Stellplatz in der nur wenige Meter entfernten Garage in der Hans-Staden-Alle (grün markiert) bekommen. Alle weiteren sind im Parkhaus Pulverturm untergekommen.

Ohne für Ersatzstellplätze zu sorgen, habe man die dortigen Mieter jedoch nicht aus der Parkgarage vertrieben. „Wir waren in der Lage, allen Mietern einen neuen Stellplatz anzubieten. So sind einige Altstadtanwohner in der unteren Parkgarage in der Obertorstraße untergekommen und weitere Anwohner sowie städtische Mitarbeiter in den Pulverturm umgezogen“, sagt Ritz.

Bereits alle Stellplätze vergeben

Ein wichtiger Schritt in Richtung Parkraumentwicklung in der Kreisstadt – aus Sicht des Bürgermeisters jedoch nur ein Baustein einer Umstrukturierung in Homberg, die zwingend notwendig sei. „Die Entwicklung der Altstadt gehört auch die des Parkraumes. Der wird momentan nicht optimal genutzt“, erklärt der Bürgermeister.

Hier geht’s nicht mehr hoch. Die Durchfahrt zur oberen Ebene ist jetzt durch einen Metallzaun versperrt.

So wolle man die Zahl der Dauerparker in geschäftsrelevanten Bereichen reduzieren. Entwicklung brauche jedoch vor allem eines – Zeit. Der Bürgermeister ist sich sicher: „Parken kann man nur Schritt für Schritt planen.“

Pro Stellplatz im Parkhaus Pulverturm werden monatlich 31 Euro fällig. „Die Plätze sind jedoch bereits alle vermietet. Wir führen sogar eine Warteliste“, bestätigt Heinz Ziegler, Abteilungsleiter der Bauverwaltung.

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