Homberger Akteure stellen Programm zum Tag des offenen Denkmals 2020 vor

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Freuen sich über das gemeinsame Angebot zum Tag des offenen Denkmals in Homberg: Bürgermeister Dr. Nico Ritz (hinten), Edith und Lydia Köhler (vorne), Stadtführer Eckhardt Böth, Türmer Mike Luthardt, Bernd Herbold (Förderverein Haus der Reformation), Alfred Uloth (Burgberggemeinde) und Sparkassendirektor Michael Sack.

„Virtuell ist uns zu wenig!“ sagen die Veranstalter des diesjährigen Tags des offenen Denkmals. Deshalb wird es am Sonntag neben virtuellen Angeboten auch Führungen und ein musikalisches Programm geben.

Homberg. Sich in Zeiten von Corona einfach nur virtuell mit dem jeweiligen Angebot präsentieren, das ist den Engagierten zu wenig. Sie möchten am Sonntag, dem 13. September, die Besucher des Homberger Tages des offenen Denkmals auch ganz real und persönlich durch Ausstellungen, Exponate und Räumlichkeiten führen und wie jedes Jahr auch abends ein Konzertangebot „hör-mal im Denkmal“ in der Stadthalle anbieten. Sie stellten das Programm am Freitag, 4. September, der Öffentlichkeit vor.

„Wir sind stolz darauf, das neue Modell des Kloster St. Georg und das renovierte Stadtmodell den Besuchern zu präsentieren. Leider können wir bei einer Führung nur bis zu fünf Personen ins Heimatmuseum lassen, weil wir aufgrund der beengten Verhältnisse sonst die Sicherheitsabstände nicht einhalten können“, sagt Lydia Köhler vom Vorstand des Kuratoriums Heimatmuseum. Daher müssten sich Interessierte auch vorher telefonisch anmelden. Führungen sind in kleinen Gruppen nach telefonischer Anmeldung unter (05681) 3655 möglich.

„Wir begleiten Sie in Homberg (Efze)“ so lautet das Motto, das sich die Veranstaltergemeinschaft aus Stadt, Kuratorium Heimatmuseum, Evangelische Kirchengemeinde, Homberger Kulturring, Burgberggemeinde, Stadtführergilde, Türmer der Stadt Homberg, Café Markt 13, Förderverein Haus der Reformation, Sparkassen Kulturstiftung Hessen-Thüringen/Kreissparkasse Schwalm-Eder auf die Fahnen geschrieben hat.

Offenes Haus der Geschichte

Los geht es an diesem Tag mit einem Offenen Haus der Geschichte in der Zeit von 14 bis 17 Uhr. Das Haus der Geschichte, Marktplatz 16 (ehem. Engelapotheke), beherbergt das Haus der Reformation (EG) mit einem außerschulischen Lernort und das HohenburgMuseum (1.OG.). An diesem Tag können unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandregeln die ständigen Ausstellungen besichtigt werden.

7.000 Exponate aus unterschiedlichen Epochen der Burggeschichte werden dem interessierten Besucher im HohenburgMuseum präsentiert. Themenbereiche der ständigen Ausstellung sind die Rekonstruktion der Burg, die Geschichte der Burg bis zu ihrer Zerstörung im 30-jährigen Krieg, der Bau und das Ausräumen des Brunnens und das Leben auf Burg. „Es finden zudem Führungen auf der Hohenburg von 14 bis 17 Uhr statt“, informiert Alfred Uloth von der Burgberggemeinde.

Im Haus der Reformation ist die neue aktuelle Ausstellung: „400 Jahre Johann Justus Winkelmann“ zu sehen. Ein Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Schulz-Grobert zum Thema findet dort um 15 Uhr statt. Bernd Herbold vom Förderverein „Haus der Reformation“ weiß noch mehr: „Winkelmann war der Chronist von Hans Staden und er hat Stadens „Wahrhaftige Historia“ wieder neu aufgelegt. Von ihm stammt auch das Steinrelief von Hans Staden, welches in die Mauer der Simpelschanze am Rathaus eingelassen wurde.

Besondere Turmführung

Um 14 und um 16 Uhr bietet der Türmer eine spezielle Führung auf den Kirchturm an. Zusammen mit Türmer Mike Luthardt begeben sich die Besucher auf eine reale Reise in die Vergangenheit und erfahren etwas über das damalige Leben des Türmers in der Türmerwohnung hoch über den Dächern der Reformationsstadt. Sie lauschen dem alten Glockenspiel und lassen sich vom Homberger Türmer Mike Luthardt zum Dachbodengestühl und zum alten Uhrwerk der Kirche führen. Er erzählt ihnen interessante Geschichten aus vergangenen Zeiten und eröffnet ihnen besondere Ausblicke auf die Altstadt.

Treffpunkt für die zwei Führungen ist der Kirchplatz. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten. Teilnehmerzahl je Führung ist auf 10 Personen begrenzt, es gelten die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln. Voranmeldung bei: Touristinformation Homberg (Efze) wochentags unter der Telefonnummer 05681/939161, E-Mail: touristinfo@homberg-efze.eu,.

Offene Stadtkirche und Stadtführungen

Wer Lust hat, sich auch den Ort anzuschauen, wo die Reformation für ganz Hessen auf der Homberger Synode 1526 beschlossen wurde, der besucht auch noch die Stadtkirche St. Marien, die von 11 bis 17 Uhr geöffnet ist. Eine Stadtführung durch die Stadt veranstalten die Stadtführer, um 14.30 Uhr. Treffpunkt ist vor dem Landgrafen-Denkmal auf dem Marktplatz. Stadtführer Eckhard Böth: „Ich führe Interessierte durch die Stadt und richte mich nach den Wünschen meiner Gäste, was sie sehen möchten.“

Hör-mal im Denkmal

Tagsüber geht es in die Museen und abends in die Stadthalle. „Zum Tag des offenen Denkmals im Rahmen der Reihe „Hör-mal im Denkmal“ der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen findet die musikalische Lesung „Eulenspiegeleien“ statt. Menschliches, Allzumenschliches, Skurriles, liebenswürdig, Humorvolles, Urkomisches von Morgenstern, Ringelnatz, Busch, Heine, Maar, Tucholsky….“, informiert Bürgermeister Dr. Nico Ritz.

„Es ist das erste Mal seit März, dass wir wieder eine Veranstaltung in der Stadthalle anbieten können, mit hochkarätiger Besetzung. Matthias Habich zählt zu den profiliertesten deutschen Schauspielern überhaupt. Er liest „Eulenspiegeleien“ und wird am Piano begleitet von Prof. Dr. Christian Elsas. Da wir nur eine begrenzte Teilnehmerzahl von 93 Personen in die Stadthalle einlassen dürfen, stellt dies eine finanzielle Herausforderung dar, die wir nur mit Hilfe der Kreissparkasse Schwalm-Eder und der Kulturstiftung Hessen-Thüringen meistern können. Ich bin dankbar, dass die Kulturstiftung Hessen-Thüringen uns in diesem Jahr besonders unterstützt. Ohne diese großzügige Unterstützung der Sparkassen wäre diese Veranstaltung sonst nicht möglich“, sagt Nico Ritz.

„Ich sehe diese Veranstaltung „hör-mal im Denkmal“ in Homberg als Startschuss für weitere Veranstaltungen, die hoffentlich recht bald in relativer Normalität stattfinden werden. Denn momentan sind Kulturveranstaltungen rar gesät. Das zeigt auch, dass zu dieser Homberger Veranstaltung Menschen aus Bad Arolsen und dem Raum Kassel extra nach Homberg fahren, um dabei zu sein. Uns als Kreissparkasse ist es wichtig, Kultur zu unterstützen und das möchten wir auch zukünftig tun“, betont Sparkassendirektor Michael Sack.

Virtuelle Angebote

Die virtuellen Angebote finden alle Interessierten auf der städtischen Internetseite unter: www.homberg-efze.eu. Dort gibt es:

- Einblicke in die Exponate des HohenburgMuseums,

- Zwei Videos über die Bibelausstellung des Hauses der Reformation und über die Kunst des Buchdrucks mit Schriftsetzermeister und Türmer der Stadt Mike Luthardt.

- Einen Bildrundgang durch die Reformationskirche auf den Internetseiten des Hauses der Geschichte unter Marienkirche

- Einen virtuellen Rundgang durch das Heimatmuseum und seinen Exponaten, die Zeugen einer wechselvollen Homberger Geschichte sind.

Das Heimatmuseum ist am 13. September leider nur für vorangemeldete Gruppen und Personen geöffnet.

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