Abrissarbeiten auf ehemaligem Ulrich-Areal haben begonnen – Homberger Einkaufszentrum soll 2020 eröffnen

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Legten bei den Abrissarbeiten in Homberg selbst Hand an: Mohamed Younis (li.), Geschäftsführer von Schoofs Immobilien, und Bürgermeister Dr. Nico Ritz.

Die Abrissarbeiten auf dem ehemaligen Areal des Autohauses Ulrich an der Homberger Drehscheibe haben begonnen. Wie der Investor für das geplante Einkaufszentrum bei der Abrissparty bekannt gab, ist die Eröffnung für 2020 geplant.

Homberg. Mehrfach wurde der Beginn der Bauarbeiten für das geplante Einkaufszentrum an der Homberger Drehscheibe verschoben. Angepeilter Eröffnungstermin war ursprünglich Ende 2017, wie Markus Staedt vom Planungsbüro ANP im Februar 2016 im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte. Daraus ist bekanntlich nichts geworden. Nicht wenige Homberger dürften sich in den vergangenen zwei Jahren die Frage gestellt haben: „Passiert denn da noch was?“

Und tatsächlich ist etwas passiert: Am vergangenen Freitag fiel der Startschuss für den Abriss der Gebäude auf dem ehemaligen Areal des Autohauses Ulrich. Der Investor Schoofs Immobilien aus Frankfurt hatte zur Abrissparty eingeladen. Zum Start gab es nicht bloß warme Worte von Schoofs-Geschäftsführer Mohamed Younis, sondern es folgten auch Taten. So ließen es sich Younis und Bürgermeister Dr. Nico Ritz nicht nehmen, die ersten Mauern höchstpersönlich mit dem Bagger einzureißen.

„Wir haben nie an dem Projekt gezweifelt. Homberg ist für uns immer ein attraktiver Standort gewesen“, betonte der Geschäftsführer bei der Eröffnung im Gespräch mit unserer Zeitung. Einer der Hauptgründe für die Verzögerungen sei die Vermietung der Flächen gewesen. „Das hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen“, sagte Younis. Vor allem im Textilbereich sei es schwer, Mieter zu finden. Dies habe jedoch nichts mit dem Standort Homberg zu tun, sondern sei ein generelles Problem, so der Geschäftsführer.

Jetzt hat der Investor jedoch keinen Zweifel, dass man im April mit dem Bau des Einkaufszentrums beginnen kann, auch wenn die Baugenehmigung noch nicht vorliegt. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und gehen davon aus, dass die Baugenehmigung in etwa acht Wochen da ist“, erklärt Younis. Angepeilter Eröffnungstermin ist jetzt Herbst 2020. „Das Weihnachtsgeschäft 2020 wollen wir mitnehmen betonte der Geschäftsführer.

Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg. Allein die Abrissarbeiten seien sehr aufwändig. Insgesamt müssen laut Younis 60.000 Tonnen Erde bewegt werden. Die Abbruchtrümmer wolle man ebenfalls wiederverwenden. „Beton und Asphalt werden vor Ort zerbrochen und als Recyclingmaterial schließlich wieder verbaut“, erklärte Younis und fügt an, dass mit dem Start der Arbeiten auch eine „schwierige Zeit“ für die Anlieger beginne.

„Wenn es schön werden soll, wird es vorher auch dreckig“, knüpfte Bürgermeister Dr. Nico Ritz an die Worte von Mohamed Younis an. Man sei am baulichen Anfang – es werde sicher in den kommenden zwei Jahren zu Einschränkungen kommen, die aber im Sinne der Innenstadt hinzunehmen seien. „Wir sehen das Einkaufszentrum an der Drehscheibe als große Chance und deshalb haben wir es uns auch nicht leicht gemacht“, so Ritz zum Entstehungsprozess. Am Ende haben man aber eine gute Lösung für eine guten Standort gefunden.

EXTRA-INFO

Das geplante Einkaufszentrum

Der Investor Schoofs Immobilien investiert nach eigenen Angaben rund 27 Millionen Euro in das Projekt Einkaufszentrum an der Drehscheibe. Auf einer Fläche von mehr als 7.000 Quadratmetern konnte Schoofs Aldi, Rewe, Müller und Woolworth als Hauptmieter gewinnen. 85 Prozent der Flächen seien bereits vermietet.

Mit dem Schwälmer Brotladen des Familienunternehmens Viehmeier habe kürzlich ein weiterer Mieter aus der Region unterschrieben, wie Mohamed Younis am Freitag bestätigte. Die Mietverträge laufen laut Younis über einen Zeitraum von 15 Jahren.

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