Schutzschirmanforderungen erneut erfüllt: Homberger Haushalt 2018 ohne Auflagen genehmigt

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Der Homberger Haushalt 2018 wurde ohne Auflagen genehmigt.

Der Homberger Haushalt wurde erneut ohne Auflagen genehmigt. Damit hat die Kreisstadt auch im Jahr 2018 die Anforderungen aus der Schutzschirmvereinbarung erfüllt.

Homberg. Die Nachricht des Regierungspräsidiums in Kassel wurde im Homberger Rathaus mit Freude aufgenommen: der städtische Haushalt 2018 wurde erneut ohne Auflagen genehmigt. Die Haushaltssatzung 2018 sieht bei der Gegenüberstellung des Gesamtbetrages der ordentlichen Erträge (30.994.260 Euro) sowie des Gesamtbetrages der ordentlichen Aufwendungen (30.903.645 Euro) einen planerischen Überschuss in Höhe von 90.615 Euro vor.

Das Ergebnis liegt somit auch im Jahr 2018 über den Anforderungen aus der Schutzschirmvereinbarung, die damit erneut erfüllt wurde. Im Jahr 2018 ist sowohl auf der Ertrags- als auch auf der Aufwandsseite ein Anstieg zu verzeichnen. Dabei bleiben jedoch die höheren Erträge (plus 977.886 Euro) hinter den gestiegenen Aufwendungen (1.297.888 Euro) zurück.

Die Erträge

Die Ertragssteigerung schlägt sich wesentlich mit einem Anteil in Höhe von 796.000 Euro bei den Steuern als wichtigste Ertragsposition der Stadt mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 14.210.000 Euro (45,9 Prozent der Gesamterträge) nieder.

Die Erhöhung geht dabei nahezu vollständig auf steigende Erträge aus den Gemeindeanteilen an der Einkommens- und Umsatzsteuer zurück. Die Schlüsselzuweisungen aus dem kommunalen Finanzausgleich sind die zweitwichtigste Ertragsquelle. Jedoch ist hier ein Einnahmerückgang um 121.400 Euro zu verzeichnen. Damit belaufen sich die Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen für laufende Zwecke insgesamt auf 8.773.333 Euro (28,3 Prozent der Gesamterträge).

Weitere Ertragssteigerungen in Höhe von 98.530 Euro ergeben sich bei den Kostenersatzleistungen und -erstattungen aus gestiegenen Personalkostenerstattungen für Klimaschutz sowie aus der Interkommunalen Zusammenarbeit im Bereich der Gemeinschaftskasse mit Frielendorf und der Büchereikooperation mit dem Schwalm-Eder-Kreis.

Die Aufwendungen

Geprägt wird die Aufwandsseite des Haushaltes mit einem Volumen in Höhe von 11.084.600 Euro (35,9 Prozent der Gesamtaufwendungen) durch Aufwendungen aus gesetzlichen Umlageverpflichtungen. Das heißt, es müssen bedingt durch die gestiegene Kreis- und Schulumlage 668.000 Euro mehr ausgegeben werden.

Ein weiterer maßgeblicher Anstieg der Aufwendungen resultiert aus steigenden Personalaufwendungen (plus 427.919 Euro) sowie Versorgungsaufwendungen (plus 192.450 Euro), die zu einem großen Teil auf Tarifanhebungen zurückgehen.

In der Summe stellen die Personal- und Versorgungsaufwendungen mit einem Gesamtbetrag in Höhe von 8.694.693 Euro einen Anteil von 28,1 % der ordentlichen Gesamtaufwendungen dar.

Die Investitionen

Im Bereich der Investitionstätigkeit ist erneut ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Dabei stehen den höheren Auszahlungen in Höhe von 10.757.200 Euro (plus 4.291.755 Euro) im Jahr 2018 ebenfalls gestiegene Einzahlungen in Höhe von 5.005.945 Euro (plus 2.697.631 Euro) gegenüber.

Unter Berücksichtigung der enthaltenen Tilgungsanteile des Landes ergibt sich aus der Investitionstätigkeit des Jahres 2018 ein Kreditfinanzierungsbedarf in Höhe von 6.425.773 Euro, den das Regierungspräsidium genehmigt.

Dieser Aufnahme stehen Tilgungs-leistungen in Höhe von insgesamt 2.833.416 € gegenüber, sodass auch in 2018 eine erneute und gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöhte Nettoneuverschuldung in Höhe von 3.592.357 Euro (plus 1.976.601 Euro) ausgewiesen wird.

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