Herr der Nistkästen: Rainer Hartmann aus Homberg ist seit 25 Jahren ehrenamtlicher Vogelschützer

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Die heimische Vogelwelt liegt ihm am Herzen, deshalb setzt sich Rainer Hartmann seit 25 Jahren für den Vogelschutz ein. Rund 2.000 Nistkästen hat er schon aufgehängt.

Seit 25 Jahren setzt sich Rainer Hartmann aus Homberg ehrenamtlich für das Wohl der heimischen Vögel ein. In dieser Zeit hat der Vogelschutzbeauftragte der Stadt Homberg rund 2.000 Nistkästen angebracht.

Homberg. Mit seiner ruhigen, freundlichen Art setzt sich Rainer Hartmann seit 25 Jahren für den Vogelschutz ein. Dass er seit dem 14. Oktober 1992 auch Vogelschutzbeauftragter der Stadt Homberg ist, wissen die Wenigsten. Ein Vogelschutzbeauftragter (Beauftragter der Staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen/Rheinland Pfalz/Saarland) kümmert sich um die Vogelwelt und um alles, was damit zu tun hat.

Sein Zuständigkeitsbereich erstreckt sich von der Kernstadt Homberg über Berge, Caßdorf, Holzhausen, Lembach, Lützelwig, Mardorf, Mörshausen, Mühlhausen bis nach Roppershain.

Rund 2.000 Nistkästen hat Rainer Hartmann in diesen zwei Jahrzehnten im Stadtgebiet und im Stadtwald Lichte aufgehängt. Rund 200 Nistkästen werden derzeit betreut. „Sie aufzuhängen allein ist nicht die einzige Arbeit. Sie müssen kontrolliert, gereinigt und ausgewechselt werden, wenn sie defekt sind.

Die Stadt unterstützt den Vogelschutz finanziell mit 500 Euro im Jahr. Davon kaufe ich fertige Nistkästen oder das Material zum Selbstbauen. Ich gehe dann auf Anfrage in die Schulen und Kindergärten und zeige, wie man einen Nistkasten selber bauen kann und erzähle den Kindern etwas über die einzelnen Arten und Lebensgewohnheiten von Vögeln und wie man sie schützen kann“, erzählt Hartmann.

Außerdem berät der ehrenamtliche Vogelschutzbeauftragte Privatpersonen, wie man die Umwelt und die Vögel rund ums Haus schützt. Er berät auf Anfrage auch Gemeinden und Behörden über die Aufgaben des Vogelschutzes.

„Es ist besonders wichtig“, erklärt Hartmann, „dass Glasscheiben sich nicht spiegeln, denn das ist für Vögel lebensbedrohlich, weil sie denken, dass sie an dieser Stelle weiterfliegen können. Sie fliegen dann gegen die Glasscheibe und sterben an den Folgen des Aufpralls. Es ist gut, etwas auf die Scheibe zu kleben oder Pflanzen vor die Scheibe oder auf die Fensterbank zu stellen.“ Hartmann zeigt auch, wie man Nistkästen richtig aufhängt, sodass der Vogel beim Verlassen des Kastens nicht den Fressfeinden wie Katze, Marder, Waschbär und Rabenvögel zum Opfer fällt.

In jedem Baum des Gartens und auch am Haus, unter dem Carport oder am Gartenhaus kann ein Nistkasten hängen. Es sollten nur Kästen aus dem Fachhandel mit einem Mindestbodenmaß von zwölf mal zwölf Zentimetern verwendet werden. Wenn diese hängen, müssen sie einmal im Jahr (von Oktober bis Ende Februar) kontrolliert und gereinigt werden.

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