Nicht damit gerechnet: Homberger Schülerin Alina Umbach kämpft am 8. Mai beim Landesentscheid um die hessische Mathe-Krone

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Vorbereitung auf den Landesentscheid am 8. Mai in der Homberger Erich-Kästner-Schule: Mathewettbewerb-Kreissiegerin Alina Umbach wird von Klassenlehrerin Svenja Köhler und Schulleiter Dieter Goldmann unterstützt.

Völlig ohne Erwartungen ist Alina Umbach den Mathewettbewerb der achten Klassen angegangen. Gut vier Monate nach der ers­ten Runde, mit einem Schul- und einem Kreissieg in der Tasche, tritt die Schülerin der Homberger Erich-Kästner-Schule jetzt am 8. Mai beim Landesentscheid in Kassel an.

Homberg. Auf die zweistündige Arbeit für den Mathewettbewerb hat sich die 14-jährige Alina Umbach vorbereitet, wie sie es bei einer gewöhnlichen Klassenarbeit auch macht. „Die Note fließt in meine Zeugnisnote ein und deshalb habe ich gelernt“, erzählt die Schülerin der Erich-Kästner-Schule in Homberg.

Lernen – das muss die Achtklässlerin ebenso wie ihre Klassenkameraden auch, um eine gute Note zu bekommen. „Ich bin kein Mathe-Ass. Mathe ist noch nicht einmal mein Lieblingsfach“, betont die 14-Jährige.

Umso größer war die Überraschung, als am 15. Januar die Ergebnisse des Mathewettbewerbs der achten Klassen für die erste Runde bekannt gegeben wurden. Kein anderer Schüler der Erich-Kästner-Schule ihres Jahrgangs war besser als Umbach. In der Gruppe B (Realschule) hatte sie sich gegen knapp 65 Schüler durchgesetzt und damit den Schulsieg errungen.

Ohne Erwartungen zur Kreissiegerin

Somit trat die 14-Jährige für ihre Schule beim Kreisentscheid Anfang März in der Gesamtschule Melsungen an. Ohne Erwartungen, wie sie erzählt: „Auf die zweite Runde hatte ich mich eigentlich nicht wirklich vorbereitet“, gibt die Schülerin zu. Als vor Kurzem die Ergebnisse gemeldet wurden, stand jedoch abermals ein Name ganz oben auf der Liste: Alina Umbach. „Das war schon unglaublich“, sagt die Kreissiegerin, die am 8. Mai jetzt gegen alle anderen Kreissieger aus Hessen in der Kasseler Heinrich-Schütz-Schule beim Landesentscheid für den Schwalm-Eder-Kreis antritt.

Diesmal möchte die Achtklässlerin jedoch nichts mehr dem Zufall überlassen. „Ich lerne anhand alter Wettbewerbsarbeiten aus den vergangenen Jahren. Die sind im Internet verfügbar“, sagt Umbach. Unterstützt wird sie dabei auch von ihrer Klassen- und Mathelehrerin Svenja Köhler, die ihrer Schülerin ebenso die Daumen drückt wie Schulleiter Dieter Goldmann. „Wir sind sehr stolz auf das, was Alina bis hierhin geleistet hat“, betonen Köhler und Goldmann.

Problem erkennen und Strategie entwickeln

Der Schulleiter hebt dabei vor allem die Herangehensweise der 14-Jährigen hervor. „Man kommt nicht nur durch bloßes Lernen so weit. Alina hat eine gute Strategie entwickelt, den Unterrichtsstoff so zu transferieren, dass sie das Problem erkennt und komplexe Aufgaben lösen kann. Das ist da A und O und das wollen wir unseren Schülern vermitteln“, erklärt der Schulleiter.

Eine berufliche Karriere in der Welt der Zahlen und Formeln schließt die 14-Jährige jedoch schon jetzt aus. „Das kann ich mir nicht vorstellen. Momentan mache ich ein Praktikum im Kindergarten in Sipperhausen. Das entspricht eher meinen Interessen“, sagt die Schülerin.

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