Interkommunale Zusammenarbeit: 50.000 Euro an Homberg und Frielendorf für Gemeinschaftskasse

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Übergabe des Bewilligungsbescheides im Homberger Rathaus am vergangenen Mittwoch: (v. li.) Landrat Winfried Becker, Bürgermeister Dr. Nico Ritz (Homberg), Bürgermeister Thorsten Vaupel (Frielendorf), Silvia Gumbel, Helga Fenner (beide Kasse), Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, Heike Klotzbach (Kasse), Michael Bühn (Büroleiter Frielendorf) und Ralf Debus (Büroleiter Finanzdienste Homberg).

Frisches Geld für die Gemeinschaftskasse: Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke übergab einen Bewilligungsbescheid über 50.000 Euro an die Stadt Homberg und die Gemeinde Frielendorf.

Homberg/Frielendorf. Jetzt haben sie mit der Gemeinschaftskasse gemeinsam Kasse gemacht: Einen Bewilligungsbescheid über 50.000 Euro hatte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke am vergangenen Mittwoch für die Stadt Homberg und die Gemeinde Frielendorf dabei, den er im Rathaus an die Bürgermeister Dr. Nico Ritz (Homberg) und Thorsten Vaupel (Frielendorf) übergab.

Der Grund: Das Land Hessen fördert die Interkommunale Zusammenarbeit der Kreisstadt und der benachbarten Großgemeinde im Bereich des Kassenwesens. Seit November führen die Kommunen offiziell eine Gemeinschaftskasse (wir berichteten). Die Mitarbeiter der Gemeinschaftskasse Homberg/Frielendorf betreuen seitdem die laufenden Kassengeschäfte beider Kommunen sowie Mahnwesen und Vollstreckung am Standort Homberg.

Knapp 100.000 Euro eingespart

Zuvor war der Frielendorfer Kassenverwalter in den Ruhestand verabschiedet worden – mit Lara Siebert wechselte die verbleibende Kassenmitarbeiterin nach Homberg und zwei Mitarbeiterinnen aus Homberg wurden in anderen Bereichen der Verwaltung eingesetzt. Eingesparte Personalkosten für beide Kommunen – laut Bürgermeister Vaupel knapp 100.000 Euro.

„Selbstverständlich ist eines der Ziele, über die Interkommunale Zusammenarbeit Kosten einzusparen. Im Vordergrund steht jedoch der Service für die Bürger, der hier verbessert werden soll“, betonte Walter Lübcke bei der Übergabe.

Große Investitionen in neue EDV

Dafür haben die Kommunen jedoch auch kräftig inves-tiert. Und zwar in die Technik: „Wir haben die EDV umgestellt. Für uns stand von Anfang an fest, dass wir in Qualität investieren wollen“, betonte Bürgermeister Nico Ritz. Und die kostet: „Die 50.000 Euro fließen komplett in die EDV-Umstellung“, erklärte Michael Bühn, Büroleiter der Gemeinde Frielendorf.

„Interkommunale Zusammenarbeit ist ein Programm, das Verwaltungshandeln so möglich macht, wie ich es mir vorstelle – überschau- und realisierbar“, so der Regierungspräsident. Lübcke lobte an dieser Stelle noch einmal die Zusammenarbeit zwischen seiner Behörde, dem Landkreis sowie den Kommunen. Und auch Landrat Winfried Becker betonte: „Zusammenarbeit basiert auf Vertrauen – das ist zwischen RP, dem Landkreis und den Kommunen gegeben.“

Zusammenarbeit in Zukunft weiter ausbauen

In Homberg und Frielendorf sind Verwaltungschefs und Mitarbeiter glücklich mit dem gemeinsam eingeschlagenen Weg. „Unsere Kooperation hat auf allen Ebenen sehr gut funktioniert“, sagte Ritz. Es sei wichtig Aufgaben und Kompetenzen zu bündeln – „das schafft keine Kommune mehr alleine“, ergänzte Vaupel.

Auch deshalb wolle man die Interkommunale Zusammenarbeit zwischen Homberg und Frielendorf weiter ausbauen. „Im Bereich der Kämmerei wollen wir weiter Zusammenarbeiten. Und auch andere Bereiche werden durchleuchtet“, sagte Hombergs Bürgermeister. Welche Bereiche hier in Betracht kommen wollten die Verwaltungschefs jedoch noch nicht verraten.

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