Frisch renovierte Wohnung: Jugendclub Allmuthshausen bekommt Räume im Dorfgemeinschaftshaus

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Haben das Projekt Jugendclub gemeinsam verwirklicht: (v. li.) Ute Bickel (Aufsicht des Jugend-clubs), Bürgermeister Dr. Nico Ritz, Stadtjugendpfleger Jan Schmitt, Ortsvorsteher Nils Jurkoweit, Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann und Gabriele Berndt von der Homberger Bauverwaltung.

Die Jugendlichen in Allmuthshausen haben einen nagelneuen Treffpunkt. Aus einer renovierungsbedürftigen Wohnung wurde mit viel Einsatz ein neuer Jugendraum geschaffen. Die Maßnahme wurde zu einem Großteil durch Leader-Fördermittel finanziert.

Homberg-Allmuthshausen. Ein paar Lampenschirme fehlen noch – Sofas, ein Tischkicker und eine kleine Theke haben aber schon ihre Plätze gefunden. Der Jugendclub in Allmuthshausen hat ein frisch renoviertes zu Hause gefunden. Bis dahin war es jedoch ein weiter Weg.

Lange hatte die Wohnung im zweiten Stock des Dorfgemeinschaftshauses leer gestanden. Und der Zahn der Zeit hatte deutlich an den Räumen genagt. „Die Wohnung war in einem sehr schlechten Zustand und absolut renovierungsbedürftig“, so Ortsvorsteher Nils Jurkoweit.

Bereits im Oktober 2013 war noch Jurkoweits Vorgänger im Amt, Gerhard Barton, an die Stadt Homberg mit der Bitte herangetreten, einen Jugendraum für Allmuthshausen in der DGH-Wohnung zu errichten. Etwas mehr als vier Jahre, einen erfolgreichen Antrag auf Leader-Förderung sowie jeder Menge Einsatz der Dorfgemeinschaft später, ist der Jugendraum bezugsfertig.

Am vergangenen Mittwoch wurde der neue Jugendraum dann offiziell seiner Bestimmung übergeben. Vor Ort waren auch Bürgermeister Dr. Nico Ritz und Vize-Landrat Jürgen Kaufmann, die sich selbst ein Bild vom Ergebnis der Arbeiten verschaffen wollten. „Mich freut es sehr, dass wir hier ein zwar kleines, aber dafür sehr wichtiges Projekt umsetzen konnten“, sagte Ritz.

Über ein Viertel der Allmuthshäuser ist jünger als 19 Jahre

Wie wichtig ein Raum für Jugendliche im Homberger Stadtteil ist, belegte der Bürgermeister anhand der Einwohnerzahl und Altersstruktur. „Bei 270 Einwohnern, sind 71 unter 19 Jahre alt – das macht mehr als ein Viertel der Allmuthshäuser aus. 44 sind sogar unter 13 Jahre alt“, erklärte das Stadtoberhaupt und betonte: „Das zeigt aber auch, dass wir weiter an der Entwicklung unserer Ortsteile arbeiten müssen.“

Lobende Worte fand Ritz für die gute Zusammenarbeit zwischen Ortsbeirat und der Verwaltung, aber auch für den Arbeitseinsatz der Dorfgemeinschaft, an dem zugleich die Jugendlichen großen Anteil getragen hätten.

Auch Jürgen Kaufmann hob den Einsatz der Allmuthshäuser hervor. Durch die Eigenleistung der Dorfgemeinschaft seien immerhin ein Drittel der Baukosten eingespart worden. „Die Negativbetrachtung bringt uns nichts, wir müssen den demografischen Wandel gestalten“, sagte der Vize-Landrat.

Die Aufsicht im Jugendclub übernimmt vorerst Ute Bickel. Die Allmuthshäuserin hat sich übergangsweise dazu bereit erklärt, da noch keiner der Jugendlichen volljährig ist. „In naher Zukunft sollen aber die Jugendlichen, sofern sie dann das Erwachsenenalter erreicht haben, die Aufsicht und Verantwortung übernehmen“, erklärte Bickel. Beratend zur Seite steht dabei Stadtjugendpfleger Jan Schmitt.

EXTRA-INFO

Die Arbeiten und Finanzierung

Ursprünglich wurden nach Angaben der Stadt Homberg circa 25.000 Euro für die Bau und Renovierungsarbeiten veranschlagt. 75 Prozent der Gesamtkosten wurden dabei durch Leader-Fördermittel abgedeckt, die übrigen Kosten durch die Stadt Homberg.

Durch die hohe Eigenleistung der Dorfgemeinschaft konnten laut Verantwortlichen die Baukosten jedoch um rund ein Drittel gesenkt werden. Dabei wurden unter anderem Trockenbauwände eingezogen, Brandschutztüren eingebaut, neue Bodenbeläge verlegt, Wasserleitungen umgebaut und neue Elektroleitungen eingezogen.

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