Tote Jungbärin Alexa: Obduktionsergebnis in zwei Wochen 

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Im Januar 2015 war Braunbärin Alexa trotz Verhütungsmaßnahmen überraschend zur Welt gekommen. Vor acht Tagen fanden Mitarbeiter des Wildparks das Bärenkind tot im Gehege.

Am vergangenen Dienstagmorgen war Alexa, die im Januar drei Jahre alt geworden wäre, leblos von Mitarbeitern im Gehege gefunden worden. Jetzt läuft die Suche nach der Todesursache.

Homberg-Allmuthshausen. Der Schock am Freitag war groß. Die Nachricht, dass Bärin Alexa tot ist, löste eine Welle der Betroffenheit aus. Vor allem in den sozialen Netzwerken nahmen viele Abschied vom Bärenkind aus dem Wildpark Knüll. Bereits am Dienstagmorgen war Alexa, die im Januar drei Jahre alt geworden wäre, leblos von Mitarbeitern im Gehege gefunden worden. In einer Pressemitteilung gab der Wildpark bekannt, dass Bären-Mutter Onni noch versucht hätte, ihr Junges zum Aufstehen zu bewegen. Vergeblich, zu diesem Zeitpunkt war Alexa bereits tot. Auch die Mitarbeiter sowie der sofort verständigte Tierarzt und Parkleiter Dr. Wolfgang Fröhlich hätten nur noch den Tod der jungen Bärin feststellen können.

„Alexa zeigte ein paar Tage vorher erste Anzeichen einer Kreislaufschwäche, so dass der Tierarzt sie mehrfach untersuchte und auch medikamentös behandelte. Darüber hinaus stand sie unter verstärkter Betreuung durch die Mitarbeiter“, sagt Parkleiter Dr. Wolfgang Fröhlich. Bis dahin sei das Bärenkind jedoch vollkommen unauffällig gewesen. „Im Gegenteil, Alexa war immer sehr vital, ihr Fell glänzend und mit 186 Kilo hatte sie ein ordentliches Gewicht für ihr Alter“, betont Fröhlich. Zumal sich der Zustand von Alexa durch die medikamentöse Behandlung vorerst gebessert zu haben schien. „Ihr Kreislauf war wieder stabiler und wir dachten, sie sei auf dem Weg der Besserung. Umso größer war der Schock am Dienstagmorgen“, so der Parkleiter.

Als echtes Wunderkind war Alexa im Januar 2015 zur Welt gekommen. Trotz Verhütungsmaßnahmen war Bärenmama Onni trächtig geworden. Ihren dritten Geburtstag sollte die Braunbärin jedoch nicht mehr erleben. Die genaue Todesursache steht noch nicht fest. Noch am Tag ihres Todes sei Alexa in das Institut für Veterinär-Pathologie der Justus-Liebig-Universität Gießen gebracht worden. Kadaver wird auch auf Parasiten untersucht

„Es liegt noch kein Obduktionsergebnis vor. Damit rechnen wir auch erst in etwa zwei Wochen. In Alexas Fall fahren wir das große Programm“, erklärt Fröhlich. Das bedeute in diesem Fall, dass der Kadaver auch auf den Befall von Parasiten untersucht wird. „Damit möchten wir untersuchen lassen, ob eine Gefahr für die anderen Tiere besteht und ob wir Schutzmaßnahmen ergreifen müssen“, sagt der Wildparkleiter. Die sterblichen Überreste von Alexa werden nach der Obduktion in der Gießener Pathologie entsorgt. „Das ist so Vorschrift“, erklärt Fröhlich. Bereits 2012 waren drei Bärenbabys im Wildpark Knüll nach nur wenigen Wochen gestorben. Zwei waren eingeschläfert worden. Damals hieß es, die Bären seien von Mutter Onni nicht ausreichend versorgt worden. Der Tierschutz hatte seinerzeit Anzeige erstattet, die Ermittlungen wurden jedoch noch im selben Jahr eingestellt.

Mit dem plötzlichen Tod von Alexa könnte die Bärenhaltung im Wildpark wieder in die Diskussion vor allem von Tierschützern rücken, dessen ist sich auch Fröhlich bewusst. „Kritiker gibt es immer. Der Fall Alexa ist aber anders zu werten, als der von 2012“, betont Parkleiter Wolfgang Fröhlich.

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