Leserbrief zur geplanten Schließung der Kita in Mardorf: „Es war gar kein Gutachter vor Ort, der gemessen hat“

Das Titel-Thema der Heimat Nachrichten von vergangener Woche: Die Mardorfer Kita muss vermutlich wegen des Geruchs eines benachbarten Schweinemastbetriebes schließen.

Zu unserem Titel-Thema von vergangener Woche „Kein Mäusenest am Schweinestall“, in dem es darum ging, dass der Mardorfer Kindergarten wegen Schweingeruchs schließen muss, erreichte uns folgender Leserbrief:

Sehr geehrter Herr Knödl,

Sie haben in Ihrem Artikel geschrieben „Das RP in Kassel hat einen Gutachter beauftragt, der dann tatsächlich sehr hohe Geruchsemissionswerte feststellte“. Das ist so nicht richtig! Denn hier wird der Eindruck vermittelt, dass der Gutachter tasächlich vor Ort war und gemessen hat. In Mardorf haben aber niemals Messungen stattgefunden!

Tatsache ist, so wurde es zumindest bei der Ortsbeiratsitzung Anfang 2017 dargestellt, dass das Gutachten auf folgender Basis erstellt wurde: Der Ort Mardorf wurde in Quadrate aufgeteilt. Dann wurde geschaut, in welchem der Quadrate bei den dort üblicherweise vorherrschenden Windrichtungen und den in der Nähe angesiedelten Schweinemastbetrieben welche Emissionen zu erwarten sind. Das Gutachten des Büros Herdt in Büdingen ist also ein rein theoretisches Gutachten. Für eine Mess-reihe würde man üblicherweise ca. mindestens zwei Jahre Zeit benötigen.

PS. Und all denjenigen, die einen Kita-Neubau befürworten, sei gesagt: So schön das mit dem Erhalt von Zuschüssen und Fördergeldern auch immer wieder sein mag – auch dieses Geld stammt von unser aller Steuergeldern. Dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man für einen Neubau plädiert.

Werner Rätz, Homberg-Mardorf

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