Kleine Bühne Schwalm-Eder und Fliegende Köche begeistern

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Menü für Alle: Die Fliegenden Köche faszinieren mit leckerem Gerichten, während die Kleine Bühne Schwalm-Eder mit tollen Theaterstücken verzaubert.

Von ULRICH KÖSTER

Homberg. Gleich zwei Happy Ends standen am Freitagabend in der Homberger Stadthalle auf dem Programm. Im Stück "Jetzt erst recht oder der 80. Geburtstag", aufgeführt von der Kleinen Bühne Schwalm-Eder, siegte am Ende das Gute über das Böse. Mit der "Tonka Créme brûlée mit Erdbeer-Rhabarber Kompott" fand auch das Menü der Fliegenden Köche um Christoph Brand seinen krönenden Abschluss - doch anders als im Theaterstück, gab es nichts "Böses" in den beiden vorherigen Gängen. Bereits vor fünf Jahren führte die Theatertruppe um Regisseurin Almuth Karger die Krimödie "Jetzt erst recht" auf. Dabei kamen die Zuschauer nicht nur in den Genuss des Augen- und Ohrenschmauses durch das Spiel auf der Bühne sondern auch in den des Gaumenschmauses aus den Töpfen der Fliegenden Köche. Die aktuelle Inszenierung bildet die Fortsetzung und stammt aus der Feder von Bettina Riedinger. Etwa einhundert Zuschauer warteten bei der Premiere gespannt auf die Mischung aus Unterhaltung und Kulinarischem, pünktlich um halb acht öffnete sich der Vorhang und das Spiel begann.

Seniorenheim trifft auf Frühlingsgemüse

Pinkie (Hanne Ebert) und ihr Freund Mucki (Stephan Fuchs) hatten die insolvente Efze-Senioren-Residenz übernommen und wieder Leben in die noble Wohnstätte gebracht. Hildegard Lindemann (Susanne Braun), Edelgard Gronemeier (Elcke Meckbach) und weitere Bewohner machten es der jungen Betreibern nicht immer leicht. Bei der Organisation für die Geburtstagsfeier von Dr. von Hohenburg (Armin Jordt), dem ältesten und gleichzeitig reichsten Bewohner, kam es zu allerelei amüsanten Turbulenzen. Nach dem ersten Akt zog ein leckerer Duft durch den Saal, denn die fleißigen Kellnerinnen servierten "geschäumtes Kresse-Süppchen mit Teriyaki-Hühnchen und Thai-Spargel". Pinkies andauernder Kampf um eine fehlende Schankerlaubnis sorgte für häufige Lacher im Publikum, etwa als der Beamte (Uwe Meckbach) sagte: "Es ist schwer – wenn's leicht wäre, würde es der Landrat doch selbst machen". In der zweiten Pause ließen sich die Gäste "zweierlei vom Rind mit geschmorten Bäckchen, im guten Roten" sowie "rosa Roastbeef zwischen getrüffeltem Kartoffelkuchen und karamellisiertem Frühlingsgemüse" schmecken. Nach gut drei Stunden bedankten sich die begeistreten Gäste mit einem kräftigen Applaus bei den Akteuren auf der Bühne und den Fliegenden Köchen in der Küche für einen schönen Abend, der alle Sinne angesprochen hatte.

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