Jürgen Roth gewinnt die Bürgermeisterwahl in Knüllwald

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Kandidat der „Unabhängigen Knüllwälder“ (UKW) holt 49 Stimmen mehr als SPD-Mann Helmut Wettlaufer.

Knüllwald. Nach einem langen und nervenaufreibenden Wahlabend stand kurz vor 22 Uhr fest: Jürgen Roth (UKW) wird neuer Bürgermeister in der Gemeinde Knüllwald und somit Nachfolger von Jörg Müller.

Am Nachmittag war noch alles entspannt, im Wahllokal von Remsfeld warf Sabine Kehr ihre beiden Stimmzettel in die Wahlurne und Wahlhelfer Leonard Laabs machte einen weiteren Strich auf seinen Zettel. „Bisher haben wir eine gute Wahlbeteiligung“, stellte sein Kollege Erhard Manz zufrieden fest. Noch vor Schließung der Wahllokale fanden sich die ersten Neugierigen im Bürgerhaus ein, denn dort sollten die aktuellen Ergebnisse der Bürgermeister- und der Bundestagswahl auf einer Großleinwand präsentiert werden.

„Ich habe heute Mittag meine Stimme abgegeben, danach bin ich mit meiner Frau gemütlich nach Borken auf den Wecke- un Worschtmarkt gefahren“, sagte UKW-Kandidat Jürgen Roth und machte äußerlich einen gelassenen Eindruck. Mona Rosenkranz von der Gemeindeverwaltung aktualisierte auf ihrem Laptop regelmäßig die Ergebnisse aus den 16 Wahlbezirken und wechselte dabei immer zwischen der Bundestagswahl und der Bürgermeisterwahl. Gespannt starrten die Anwesenden auf den roten und den schwarzen Balken in der Grafik – mal lag Kandidat Roth vorn, mal sein Konkurrent Helmut Wettlaufer.

Langsam füllte sich der Saal, auch Vizelandrat Jürgen Kaufmann sowie Hombergs Bürgermeister Dr. Nico Ritz und sein Waberner Kollege Klaus Steinmetz verfolgten die Entwicklungen auf der Leinwand. Um 19.51 Uhr lagen die Ergebnisse aus allen Wahlbezirken vor, Jürgen Roth führte mit 51 Prozent der Stimmen – doch die Stimmen der Briefwahl fehlten noch. Gegen 20.15 Uhr betrat SPD-Mann Wettlaufer den Saal, „Helmut, es ist noch alles offen“, riefen ihm seine Anhänger zu. „Ich habe mich mental auf den heutigen Abend vorbereitet“, antwortete er auf die Frage nach seinem persönlichen Wahlsonntag. Dann begann der Nervenkrieg, alle fünf Minuten drückte Mona Rosenkranz auf „aktualisieren“, doch auf dem Bildschirm erschien immer wieder „Briefwahl – noch nicht erfasst“.

Nach einem fast zweistündigen Wahl-Krimi sprang Jürgen Roth mit einem lauten „Jaaa!“ auf, denn endlich war das Ergebnis zu lesen: „Wettlaufer, Helmut 49,2 Prozent – Roth, Jürgen 50,8 Prozent“. Tränenüberströmt nahm Roth seine Familie in die Arme und alle Anspannung löste sich. Als einer der Ersten gratulierte Mitbewerber Wettlaufer, der anschließend sichtlich enttäuscht den Saal verließ. Wahlleiterin Waltraud Musmann verschaffte sich inmitten des Jubels noch einmal Gehör, „von den 2.870 gültigen Stimmen entfielen auf den Karl-Heinz Wettlaufer 1.411 und auf Jürgen Roth 1.459“, erklärte sie und bezifferte die Wahlbeteiligung auf 80,8 Prozent.

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