Kommentar: Löbliches Engagement der jungen Demonstranten am Freitag

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Während junge Menschen an einem Freitagvormittag auf die Straße gehen, um für ihre Überzeugungen zu demonstrieren, wird im Netz über die geschwänzte Schulzeit diskutiert.

Kommentar zur "Fridays for Future"-Demonstration in Homberg.

Homberg. Freitags auf die Straße gehen, um für die eigenen Überzeugungen und die Zukunft zu demonstrieren – daran ist in einer demokratischen Gesellschaft wie unserer im Grunde nichts auszusetzen. Dennoch erheben sich in den Facebook-Kommentaren unserer Online-Berichterstattung zur „Fridays for Future“-Demo in Homberg viele Stimmen gegen einen entscheidenden Punkt: Die Demonstranten sind in der Regel Schüler, die freitags um 11 Uhr normalerweise in der Schule lernen sollten. Rund 400 Schüler nahmen dennoch unentschuldigte Fehlstunden in Kauf, um an der Demo teilzunehmen.

Schüler demonstrieren in Homberg: Klimaschutz statt Freitagsunterricht

Schluss mit Schmutz und die konsequente Einhaltung des Pariser Klimaabkommens: die Schüler machten in Homberg mit Plakaten, Sprechchören und Redebeiträgen auf ihre Überzeugungen aufmerksam.  © Seeger
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Rund 400 Schüler, darunter viele der Homberger Theodor-Heuss-Schule und des Treysaer Schwalmgymnasiums, machten am Freitag auf dem Homberger Marktplatz ihren Standpunkt deutlich: Sie verzichten auf Unterricht, um die Dringlichkeit des Klimaschutzes zu verdeutlichen.  © Seeger
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Doch wenn schon jetzt bei jungen Menschen angekommen ist, dass im Thema Klimapolitik seit Jahren einiges falsch läuft, beziehungsweise Veränderungen zu langsam durchgesetzt werden und eine breite Angst um die eigene sowie die Zukunft des Planeten besteht, haben unsere Schulen doch alles richtig gemacht. Da sind die jungen Gemüter schon jetzt empfindsam genug, um so ein weltweites Problem zu erkennen und dafür auf die Straße zu gehen.

Einige Vorwürfe, dass kaum Jugendliche auf die Straße gehen würden, wenn die Demos samstags stattfinden würden, kann ich so auch nicht unterstützen. Mitläufer gibt es immer, aber die meisten schätze ich so ein, dass sie auch am Wochenende für ihre Überzeugungen auf die Straße gehen würden.

Wie eine Leserin in unseren Facebook-Kommentaren richtig zusammenfasste: Die ganze Diskussion, an welchem Tag oder zu welcher Uhrzeit die Schüler nun demonstrieren sollten, lenkt vom eigentlichen Hauptproblem ab.

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