Kommentar: Zwischen Unmut und Energiewende in Frielendorf

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Irgendwie soll die Energiewende funktionieren, doch gibt es immer wieder Gründe gegen die Windkraft, die Atomkraftwerke ablösen soll - ein komplizierter Zwiespalt.

Frielendorf. Es ist ein Zwiespalt mit der Windkraft. Einerseits wird wohl jeder ein Windrad dem oft erwähnten Atomkraftwerk vor der Haustür vorziehen, doch gibt es selbst bei dieser relativ sauberen Energie zahlreiche Kritikpunkte, die bei jedem Planungsgebiet wieder neu aufgewühlt werden. Infraschall, Tierschutz, Waldrodung, Recycling, Rückbau und nun auch Dürre, Waldboden und Grundwasser sind Argumente der Windkraftgegner oder -skeptiker. Dass ein Eingriff in die Natur geschieht, lässt sich nicht abstreiten. Gerade nach den Folgen des Dürrejahres 2018 wirkt es irrsinnig, gezielt gesunden Wald zu roden, doch folgt Abicon damit auch nur den Vorgaben aus der Politik.

Diese versucht einerseits, dem Klimawandel entgegen zu wirken und andererseits dem gleichzeitig steigenden Stromverbrauch gerecht zu werden. Irgendwo muss die Energie für all die neuen Dinge mit dem großen „E“ vor dem Namen eben herkommen. Eine mögliche Alternative gegen die Rodung wären wohl Windräder auf Wiesen statt im Wald, auch wenn dann möglicherweise mehr nötig wären, da die Wiesen niedriger liegen und der Wind dort langsamer sein könnte.

Um den immer wiederkehrenden Unmut in der Bevölkerung entgegenzuwirken, macht sich die Landes-CDU in Thüringen aktuell dafür stark, Windkraft im Wald per Gesetz zu verbieten. Ob es soweit kommt und ob Hessen dies nachahmt, bleibt abzuwarten. Bis dahin bin ich gedanklich bei den Gemeindevertretungen, die irgendwo zwischen allen Interessengruppen agieren müssen – immer mit der Aussicht, es nicht allen recht machen zu können. Ihre Meinung? Schreiben Sie mir an daniel.bloethner@ks.extratip.de.

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