Kriminalstatistik für den Schwalm-Eder-Kreis vorgestellt: Diebstahl auf historischem Tiefstand

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Stellten die Kriminalstatistik 2017 für den Schwalm-Eder-Kreis in Homberg vor: (v. li.) Markus Brettschneider (Polizeipressesprecher), Bernhard Volke (Leiter der Kriminalpolizei in Homberg) und Hubertus Hannappel (Leiter der Polizeidirektion Schwalm-Eder).

Am Donnerstag hat auch die Polizeidirektion Schwalm-Eder ihre Kriminalstatistik für das Jahr 2017 vorgestellt. Demnach sind 608 Straftaten weniger im Schwalm-Eder-Kreis registriert worden als noch 2016.

Schwalm-Eder. „Wir leben hier im Schwalm-Eder-Kreis nach wie vor sehr sicher“, das macht Hubertus Hannappel, Leiter der Polizeidirektion Schwalm-Eder, deutlich. Gemeinsam mit Pressesprecher Markus Brettschneider und Kripo-Leiter Bernhard Volke stellte er die Kriminalstatistik 2017 für den Schwalm-Eder-Kreis am Donnerstag in Homberg vor.

Aufklärungsquote von 63,1 Prozent liegt über Landesquote

6.363 Straftaten sind laut Statistik im vergangenen Jahr bei der Polizei regis­triert worden – immerhin 608 weniger als noch im Jahr 2016. Bei der Aufklärungsquote liegt der Schwalm-Eder-Kreis mit 63,1 Prozent sogar über der hessenweiten Quote von 62,8 Prozent. „Das ist ein toller Erfolg, der allerdings nicht allein auf erfolgreiche Ermittlungen zurückzuführen ist, sondern auch auf Präventionsarbeit. Das ist ein Ergebnis gesamtpolizeilicher Arbeit“, betonte Hannappel. Die Zahl der Aufteilung der Delikte auf die einzelnen Kommunen blieben die Beamten bei der Vorstellung allerdings schuldig.

Der größte Anteil an der Gesamtkriminalität falle noch immer auf den Diebstahl, der in 2017 bei 30,58 Prozent lag. „Das ist ein historischer Tiefstand“, bemerkte der Direktionsleiter. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es mit 1.946 angezeigten Fällen 405 weniger als noch in 2016.

Die Struktur der Gesamtkriminalität für das Jahr 2017 im Schwalm-Eder-Kreis.

Zugenommen haben hingegen die Sexualdelikte und zwar deutlich von 84 Fällen in 2016 auf 104 im vergangenen Jahr. Darunter sind 37 Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern, 22 Fälle der Verbreitung pornografischer Schriften und 18 sexuelle Übergriffe. „Nach den Vorfällen in Köln hat sich nicht nur die Gesetzeslage geändert, sondern auch das Anzeigenverhalten“, erklärte Hannappel. Dies sei ein entscheidender Faktor, weshalb die Quote hier gestiegen sei.

Bei den Wohnungseinbrüchen kann hingegen ein deutlicher Rückgang verzeichnet werden – von 209 (2016) auf 129. Herausragendes Beispiel ist hier Schwalmstadt. Hier sanken die gemeldeten Einbrüche von 44 auf 19.

Vor allem ältere Personen von Betrug betroffen

Sorgenfalten bereiten der Polizei im Schwalm-Eder-Kreis die Betrugsmaschen am Telefon und die Internetkriminalität. 1.179 Betrugsdelikte wurden insgesamt gemeldet – ein Anstieg um 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Bei den Betrugsdelikten fielen besonders die Straftaten zum Nachteil älterer Menschen auf, hier gab es eine Vielzahl von Delikten bei dem sich Täter als Polizeibeamte ausgaben und so im Erfolgsfall Summen im fünfstelligen Bereich ergaunert haben“, so Kripo-Leiter Bernhard Volke.

Die Täter seien schwer zu fassen, da meist aus dem Ausland agiert werde. „Wir sind hier auch auf die Mitarbeit der Banken angewiesen, die uns verdächtige Fälle melden sollten“, sagte Volke. Und auch der Betrug im Internet ist weiter angestiegen. Hier machen Betrügereien mit Warenbestellungen im Internet den Löwenanteil aus.

Die komplette Kriminalstatistik finden Sie hier.

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