Lebensqualität im Herzen - Im Gespräch mit Frielendorfs Bürgermeister Thorsten Vaupel

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Thorsten Vaupel ist Bürgermeister von Frielendorf und sieht in Nordhessen vor allem Lebensqualität im Herzen Deutschlands.

Bürgermeister Thorsten Vaupel spricht mit unserer Zeitung über die Gemeinde, das vergangene Jahr und was 2019 alles ansteht.

Frielendorf. Mit 86 Quadratkilometern zählt Frielendorf definitiv als Flächenkommune, hat dabei aber nur rund 7.500 Einwohner. Für einen Rück- und Ausblick zu Frielendorf hat sich unsere Zeitung mit Bürgermeister Thorsten Vaupel getroffen, der sich in seinem dritten Amtsjahr befindet.

Was hat sich 2018 alles in ­Frie­­lendorf getan? 

Wir erledigten viel Verwaltungsarbeit, darunter sechs Jahresabschlüsse in den beiden vergangenen Jahren. Wir wurden effektiver und haben viel umgestellt. Am Thema digitales Rathaus sind wir dran, doch hat der Kontakt zu den Bürgern nach wie vor oberste Priorität. Ich biete zwar Bürgersprechstunden an, aber meine Tür ist immer offen. 2018 hat sich die interkommunale Zusammenarbeit mit Homberg ausgezahlt. Die Gemeinschaftskasse und die Kleiderkammer für die Feuerwehr sind gute Beispiele. Letztere hebt auch die Zufriedenheit des Ehrenamtes in der Feuerwehr.

Wie sieht es finanziell in Frielendorf aus?

Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Die finanzwirtschaftliche Situation der Gemeinde Frielendorf hat sich erheblich verbessert. Die Haushaltsgenehmigung für 2019 haben wir schon und wir schaffen es jährlich etwa 1,5 Mio. Euro Schulden abzubauen. Es sind auch keine Kredite notwendig für neue Investitionen. Nichtsdestotrotz werden wir auch in den kommenden Jahren den Kurs einer soliden und sparsamen Haushaltspolitik konsequent fortsetzen.

Was ist für 2019 geplant? 

Frielendorf war die erste Schutzschirmkommune Hessens, wodurch weniger investiert wurde. Jetzt ist die Modernisierung der bestehenden Infrastruktur vorgesehen. Eine Sorge ist da eher die gute Auslastung der Handwerksbetriebe. Gerade die Kitas und DGHs sollen moderner gestaltet werden. Der Weg um den Silbersee soll asphaltiert werden. Die Hälfte dieses Weges gehört der Gemeinde. Auf dem Plan steht zudem, dort einen Mehrgenerationenspielplatz zu schaffen – wir warten da aber noch auf eine Förderung.

Wie sieht es denn mit Veranstaltungen in Frielendorf aus? 

Ende Mai feiert der Himmelfahrtsmarkt seinen 325. Geburtstag, einer der ältesten Märkte mit 150 Händlern, bei dem die Hauptstraße für zwei Tage gesperrt wird. Am 31. August findet wieder der Bandwettbewerb FORK für Nachwuchsmusiker statt. Im November hat unser ­Well­­ness­­­Paradies am Silbersee zudem Zehnjähriges und der Kraut- und Rübenmarkt wird veranstaltet. Darüber hinaus soll der Marktplatz neu gestaltet werden, damit mehrere Märkte im Jahr dort stattfinden können.

Im WellnessParadies Frielendorf lassen sich schöne Stunden verbringen

Gutes für Körper und Geist am Silbersee  © Blöthner
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Im Schwimmbad treffen sich immer wieder Gruppen.  © Blöthner
Auf der Terrasse am Schwimmbad lässt sich auch der Blick auf den Silbersee genießen.  © Blöthner
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Der technische Leiter Björn Franke kümmert sich im Hintergrund darum, dass alles gut funktioniert. Hier steht er gerade an einem Hebel der Rutsche-Umweltspumpe.  © Blöthner
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In Rückblick auf Ihre bisherige Amtszeit – würden Sie etwas ändern? 

Ich würde es genau so wieder machen. Sich und seinem Stil sollte man treu bleiben. „Frielendorf gemeinsam gestalten“ bleibt meine Devise.

Wie bekommen Sie Familie und Beruf unter einen Hut? 

Da meine Frau auch in der Kommunalpolitik aktiv ist und zu einigen Terminen mitkommt, geht es irgendwie, aber jede Woche einen festen Tag frei nehmen, funktioniert nicht. Der Job geht nur mit Unterstützung der Familie – es gibt ja auch eine Zeit nach der Amtszeit.

Wie wird die Dorfentwicklung in Frielendorf angenommen? 

Bürger haben schon 6,5 Mio. Euro in Liegenschaften investiert. Das ist eine tolle Initiative der Bürger.

Was macht Frielendorf für Sie aus? 

Lebensqualität im Herzen von Deutschland. Es gibt in der Gemeinde und näheren Umgebung alles, was man zum Leben braucht. Ich bin hier groß geworden und in Frielendorf verwurzelt. Mir kam nie der Gedanke, hier wegzuziehen. In Nordhessen ist man eigentlich zu bescheiden. Es gibt hier so eine schöne Landschaft, es ist beschaulich und sicher. Dabei darf auch die Geschichte (Konfirmationsstadt Schwalmstadt/Reformationsstadt Homberg) vor Ort nicht vergessen werden.

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