Blüten der Reformation: Luther-Blumenfeld verschönert den Homberger Burgberg

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Kleines, aber feines Projekt: Initiator Martin Herbold (Mitte) und Bürgermeister Dr. Nico Ritz (re.) weihen gemeinsam mit den Helfern das neue Luther-Beet auf dem Burgberg ein.

Im Rahmen des Reformationsjubiläums wurde am vergangenen Montag das Luther-Blumenfeld auf dem Homberger Burgberg offiziell eingeweiht. 

Homberg. Martin Luther soll einst gesagt haben: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“. Ganz so dramatisch war der Hintergrund für die Errichtung des Luther-Blumenfelds auf dem Homberger Burgberg allerdings nicht, das auf Initiative der SPD-Fraktion im Homberger Stadtparlament ins Leben gerufen worden war.

Am vergangenen Montag wurde die neueste Attraktion der Reformationsstadt offiziell eingeweiht. Auf dem Plateau der Hohenburg ist nun in großen blühenden Lettern der Name des berühmten Wittenbergers zu lesen. „Wir wollten die Hohenburg mit in das Reformationsjubiläum einbinden“, sagte Stadtverordneter Martin Herbold, der den Stein ins Rollen gebracht hatte, und freute sich über die breite Zustimmung aus allen Parteien.

Statt für eine Monokultur, die nach wenigen Wochen wieder verblüht gewesen wäre, habe man sich bewusst für Wildblumen entschieden, erklärte er. „Dadurch gibt es über den Sommer hindurch wechselnde Farben und wir fördern die Biodiversität“, so Herbold weiter.

Luther aus der Luft: Beim Blick vom Burgturm ist der Schriftzug deutlich zu erkennen.

„Das ist ein kleines, aber ganz besonderes Projekt“, begrüßte Bürgermeister Dr. Nico Ritz das Engagement aller Beteiligten, das wieder einmal die gute Kooperation verschiedener Akteure in der Stadt zeige. Mit Unterstützung des städtischen Bauhofs und der Burgberggemeinde hatte der Starthilfe-Ausbildungsverbund Homberg das Blumenfeld angelegt.

„Der Boden hier oben ist zu mager und zu sehr verdichtet“, beschrieb Herbold die schwierigen Voraussetzungen, daher seien Holzrahmen in Buchstabenform angefertigt worden, die mit Mutterboden gefüllt wurden. Die Starthilfe-Gruppe „Qualifizierung und Beschäftigung“ war bei den Arbeiten aktiv beteiligt, Hamed Karimi und Farhad Assadi, zwei Flüchtlinge aus Afghanistan, hatten tatkräftig beim Bau der Buchstaben mitgeholfen.

Darüber hinaus sorgen die beiden AGH-Kräfte (Arbeitsgelegenheit) Sergej Schuleg und Eduard Brill regelmäßig dafür, dass das Luther-Beet ansehnlich bleibt und eine schöne Ergänzung zum bereits bestehenden Wildkräutergarten auf der Rückseite des Burgturms bietet.

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