Schwalm-Eder: Mark Weinmeister wird Nachfolger von Bernd Siebert als CDU-Kreisvorsitzender

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Der Kreisvorstand der CDU Schwalm-Eder mit (v.l.):Anna-Maria Bischof, Mirco Umbach, Christian Haß, Michael Schär, Christian Brück, Anne Willer, Matthias Wettlaufer, Ehrenvorsitzender Bernd Siebert, Christopher Diehl, Dominik Leyh, Claudia Rehs, Marc Liebermann, Kreisvorsitzender Mark Weinmeister, Claudia Ulrich, Markus Reckziegel und Rudolf Amert.

Eine Ära geht zu Ende – 30 Jahre war Bernd Siebert Kreisvorsitzender der Schwalm-Eder-CDU. Jetzt trat er ab und wurde zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Nachfolger als Kreisvorsitzender ist Mark Weinmeister.

Homberg. Nach 30 Jahren hat die CDU im Schwalm-Eder-Kreis einen neuen Kreisvorsitzenden – Bernd Siebert wurde zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Zu seinem Nachfolger an der Spitze der Christdemokraten wurde Europastaatssekretär Mark Weinmeister gewählt.

„Der Wandel ist in der Politik das Normale. In den letzten drei Jahrzehnten galt das für die CDU im Schwalm-Eder-Kreis sicher nicht. Heute mag man vielleicht sagen, eine Ära geht zu Ende“, so begann Bernd Siebert seinen letzten Rechenschaftsbericht auf einem Kreisparteitag der CDU Schwalm-Eder. Und dieser Bericht hatte schon etwas von einer Chronik. Der langjährige Bundestagsabgeordnete gab einen umfassenden Rückblick auf seine Zeit als Vorsitzender. So stellte er fest, dass es Deutschland heute besser gehe, als jemals zuvor. Gerade die Arbeitsmarktzahlen, die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sowie die Finanzierung der öffentlichen Haushalte legten das nahe, so Siebert.

Der neue Kreisvorsitzende Mark Weinmeister gratuliert dem neuen Ehrenvorsitzenden Bernd Siebert.

Es gebe aber auch nach wie vor große Herausforderungen. Er schaue heute mit gemischten Gefühlen auf die Entwicklung der gesetzlichen Rente, die Pflege in einer immer älter werdenden Gesellschaft oder auch die innere- sowie äußere Sicherheit. Siebert betonte, dass es gerade die CDU gewesen sei, die sich nie vor der Verantwortung gedrückt habe, und die richtigen Weichenstellungen für Deutschland besetzt habe.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schaue er heute auf seinen persönlichen Abschied vom Amt des Kreisvorsitzenden. Positiv für die Region sei sicher hervorzuheben, dass Nordhessen heute die Boom-Region in Deutschland sei und das beste aus der zentralen Lage mitten in Deutschland und Europa herausgeholt habe. So sei der Lückenschluss der A49 eine fast nicht enden wollende Geschichte seiner politischen Arbeit gewesen. Heute sei der Lückenschluss jedoch nicht nur politisch, sondern auch juristisch beschlossene Sache.

Alles das könne jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es eine persönliche Zäsur sei, wenn man nach 30 Jahren die Führung in andere Hände lege. „Wenn ich heute meinen Abschied nehme darf ich eines aus Überzeugung sagen: Ihr seid meine Großfamilie“, mit diesen rührenden Worten beendete Bernd Siebert seinen Bericht.

Nachdem der Kreisvorstand für die vergangenen zwei Jahre entlastet wurde, war es der Kreistagsfraktionsvorsitzende und hessische Staatssekretär für Europaangelegenheiten Mark Weinmeister, der gegenüber dem Kreisparteitag Bernd Siebert zur Wahl als Ehrenvorsitzender vorschlug. In seiner Laudatio betonte er, dass Siebert stets jemand gewesen sei, der nicht nur führen könne, sondern auch stets führen wollte. Wer mit einem persönlichen Problem zu ihm kam, konnte sich der Hilfe Sieberts stets gewiss sein – unabhängig der parteipolitischen Zugehörigkeit. „Solche Personen trifft man selten in der Politik“, so Weinmeister. So war es auch kaum erstaunlich, dass Bernd Siebert in geheimer Wahl mit 98 Prozent zum Ehrenvorsitzenden gewählt wurde.

An diesen sehr emotionalen Moment musste jedoch auch noch die Neuwahl des Kreisvorstandes folgen. Mark Weinmeister, der im Oktober wieder für den hessischen Landtag kandidiert, wurde in der Nachfolge Sieberts als Kreisvorsitzender vorgeschlagen. Weinmeister betonte, dass die CDU immer dann Erfolg hatte, wenn sie geschlossen und erkennbar arbeite. Dazu brauche es alle in der Partei, egal ob christlich-sozial, liberal oder konservativ verwurzelt. Nur wenn diese Breite sich in der CDU wiederfindet, bleibe man Volkspartei. Er freue sich auf die Herausforderung mit einem neuen Team christdemokratische Politik im Schwalm-Eder-Kreis zu prägen. Darum bat er die Delegierten um ihr Vertrauen. Diese wurde Mark Weinmeister dann auch gewährt. Mit 97,9 Prozent wurde er dann schließlich als neuer Kreisvorsitzender gewählt.

Unterstützt wird Weinmeister in Zukunft von einem in vielen Positionen neu aufgestellten Vorstand: Zu seinen Stellvertretern wurden Claudia Ulrich aus Homberg, Christian Brück aus Schwalmstadt, Dominik Leyh aus Malsfeld sowie der Landtagskandidat im Südkreis Matthias Wettlaufer aus Ottrau gewählt. Weiterhin werden dem geschäftsführenden Kreisvorstand Jürgen Lepper aus Neukirchen als Schriftführer sowie der neue Kreisschatzmeister Michael Schär aus Fritzlar angehören.

Komplettiert wird der Kreisvorstand der Christdemokraten durch die Beisitzer: Rudolf Amert (Fritzlar), Christopher Diehl (Neukirchen), Christian Haß (Homberg), Thorsten Kaisinger (Willingshausen), Lars Kühn (Melsungen), Marc Liebermann (Schwarzenborn), Markus Reckziegel (Frielendorf), Claudia Rehs (Malsfeld), Andrea Renner (Melsungen), Martina Sandrock (Körle), Hendrik Schmidt (Borken), Mirko Umbach (Homberg), Anne Willer (Schwalmstadt) sowie Anna-Maria Bischof (Fritzlar), die auch zur Mitgliederbeauftragten gewählt wurde.

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