Markt als Starthilfe: Zwei Studentinnen planen eigenes Café

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Aus Uni-Projekt entstanden: Lisa-Marie Eckel und Sabine Bauer veranstalten Markt in Niederbeisheim, um Traum vom eigenen Café zu erfüllen.

Niederbeisheim/Kassel. Noch sind die Hörsäle der Kasseler Universität ihr Zuhause: Geht es aber nach Lisa-Marie Eckel aus Niederbeisheim und Sabine Bauer aus Kassel, soll sich das in den nächsten zwei bis drei Jahren ändern. Bis dahin wollen sie ihren Traum verwirklicht haben: Ein eigenes Bistro und Café eröffnen. Die beiden 26-Jährigen haben auch schon genaue Vorstellungen, wie der eigene Laden später einmal aussehen soll und was die Kunden erwartet.

Aus diesem Grund haben die Studentinnen die Chance ergriffen und an einem Projekt der Uni teilgenommen: Hier galt es mit einem Startkapital von fünf Euro ein eigenes Unternehmen zu gründen. "Das Projekt läuft acht Wochen. In der Zeit ist es natürlich unmöglich mit den geringen finanziellen Mitteln ein Café zu eröffnen. Uns ist es jedoch wichtig, jede Menge Informationen zum Geschäftsaufbau zu bekommen", erklärt Lisa-Marie Eckel. Die bekommen sie unter anderem von Unternehmensberatern, die in das Projekt involviert sind.

"Unikat" ist der nächste Schritt

Die Abschlusspräsentationen vor einer sechsköpfigen Jury – bestehend aus Kasseler Unternehmern – entscheidet am 16. Juli über das Sieger-Unternehmen. Mit Hilfe des Inputs der Fachjury wollen sie dann ihren Geschäftsplan entsprechend überarbeiten. Dann stehe die Teilnahme am "Unikat"-Ideenwettbewerb auf dem Plan. "Der Wettbewerb hat schon vielen jungen Leuten in Kassel ermöglicht ihren Traum zu erfüllen. Das möchten wir auch", erzählt Lisa-Marie Eckel.

Kennengelernt haben sich die gebürtige Hombergerin und ihre Kasseler Geschäftspartnerin bei der Arbeit in einer Kaffeerösterei. "Ich habe selbst einige Jahre in der Gastronomie gearbeitet und gemerkt, dass das meine Sache ist", sagt Sabine Bauer. Lisa-Marie Eckel ist in einer Schausteller-Familie aufgewachsen und habe so jede Menge Erfahrung in der Gastronomie gesammelt. Das Motto der beiden lautet "selbstgemacht und wandelbar". "Wir setzen auf regionale Produkte, wollen selbst backen, kochen und umgestalten", sagt Bauer. Wandelbar soll die Inneneinrichtung sein: "Wir möchten alte Sachen neu aufmöbeln, dabei soll die Innenraumgestaltung regelmäßig verändert werden, die Wohnzimmer-Atmosphäre aber bleiben", erklären die beiden ihre Visionen.

Markt "Offenes Wohnzimmer" am 28. Juni

Um ihre Ideen einer breiten Masse vorzustellen veranstalten die Studentinnen am Sonntag, 28. Juni, von 10 bis 18 Uhr den Markt "Offenes Wohnzimmer" in der Gaststätte "Zum alten Sonnenhof" in Niederbeisheim. Hier werden neben den Veranstalterinnen regionale Händler ihre Waren feil bieten (siehe Extra-Info). Mehr über die Jung-Unternehmer, ihre Ideen und den Markt gibt es auch im Netz unter www.unserwohnzimmer.blogspot.com

+++ Extra Info +++

Das gibt’s auf dem Markt

Von den Veranstalterinnen:• Imbiss (Bratwurst, Currywurst und Pommes)• selbstgemachten Schnaps und Marmelade• Kaffee und Kuchen

Die Gastaussteller:• Hessenpraline• Ahle Worscht (Fennel, Dickershausen)• Bilderausstellung• Handgearbeitetes aus Leinen und Garn• Selbstgenähte Handtaschen aus Naturstoffen• Honig• Tonarbeiten• Holzfiguren• Seifen• Kinderprogramm

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