Perspektivwechsel fördern – missio-Truck klärt in Homberg über Fluchtursachen im Kongo auf

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Nicole Linnemann und Christian Ndala sind mit dem misso Truck noch bis einschließlich Donnerstag auf dem Homberger Marktplatz und informieren über Fluchtursachen im Kongo.

Wieso ein Mensch sich dazu entschließt zu flüchten - eine Frage, die am Beispiel von Kongo im misso-Truck auf dem Homberger Marktplatz beantwortet wird.

Homberg Vier Tage lang steht der missio-Truck auf dem Homberger Marktplatz, um für die Fluchtursachen im Kongo zu sensibilisieren. Die Mitarbeiter Nicole Linnemann und Christian Ndala führen durch die Ausstellung und begleiten Besucher. Der Truck ist im gesamten deutschsprachigen Raum unterwegs, also auch in Teilen Belgiens und der Schweiz. Am Beispiel von Bürgerkriegsflüchtlingen im Osten vom Kongo wird über die Ängste und Hoffnungen von Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen, aufgeklärt.

Dazu gibt es etwa Fallbeispiele anhand von Biografien, die vor allem die Schicksale junger Flüchtlingen zeigen. „Im Truck kann man sich einmal in die Rolle eines Flüchtlings hineinversetzen“, erklärt Linnemann und weiter, „wir wollen, dass die Menschen die Zusammenhänge zwischen der Entwicklung hier und der Armut im Kongo besser verstehen“. Um dies verständlich zu machen, gibt es Mitmachangebote und Computerspiele im Truck.

Dazu wird auch eine Handysammel- und Recyclingaktion angeboten, bei der alle Handys, egal, wie alt sie sind, in ihre Bestandteile zerlegt werden, um die Rohstoffe einzeln zu gewinnen. „Für diese Rohstoffe sterben Menschen im Kongo und wir wollen mehr Druck auf die Handyhersteller ausüben, um sie zu einem Umdenken zu bewegen“, ergänzt Linnemann. Lediglich zwei Handyhersteller verwenden laut Linnemann Rohstoffe, „die kein Blut an sich tragen“, ergänzt Ndala. Das Geld, das bei der Recyclingaktion am Ende herauskommt, soll diversen Projekten zu Gute kommen. Aktuell etwa einem Traumazentrum im Kongo, um Vergewaltigungsopfern zu helfen.

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