Moderne Leitstelle für Notfälle offiziell in Homberg eingeweiht

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Startschuss für die neue Leitstelle: (v. li.) Kreistagsvorsitzender Michael Kreutzmann, Landrat Winfried Becker, Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar, Staatsminister des Innern Peter Beuth und Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann.
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Ebenfalls bei der Indienststellung: Willingshäuser Bürgermeister Heinrich Vesper (li.), Landtagsabgeordnete Wiebke Knell und Jesbergs Bürgermeister Heiko Manz.
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1,7 Millionen Euro investierte das Land in den Ausbau und die Ausstattung der neuen, modernen Leitstelle in Homberg, die bei Notfällen Leben retten kann.

Von Vanessa von Lengerken

Homberg. 2018 schickte die Leitstelle Homberg Feuerwehr und Rettungsdienste zu 43.231 Einsätzen. Dafür steuern eine Frau und zwölf Männer im Schichtdienst rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr Einsatzkräfte so, dass innerhalb von zehn Minuten geholfen werden kann. Nun können sie in einer der modernsten Zentralen im Schwalm-Eder-Kreis arbeiten.

„Doch diesen umfassenden Schutz gibt es natürlich nicht zum Nulltarif“, so Landrat Winfried Becker bei der offiziellen Einweihung. 1,3 Millionen Euro wurden vom Land Hessen in den Anbau an den Stabsraum des Homberger Behördenzentrums inves­tiert. Hinzu kam noch technische Ausstattung im Wert von 400.000 Euro, um auf dem neuesten Stand zu sein. Das Geld spiele nicht die bedeutende Rolle, „sollte dadurch nur ein Menschenleben gerettet werden, wäre die Summe schon gerechtfertigt“, meint Becker. Auch der hessische Innenminister Peter Beuth fand lobende Worte: „Wir befinden uns hier im Herzstück, dort wo Hilfe in die Wege geleitet wird.“

Ebenfalls bei der Indienststellung: Willingshäuser Bürgermeister Heinrich Vesper (li.), Landtagsabgeordnete Wiebke Knell und Jesbergs Bürgermeister Heiko Manz.

Er äußerte sich klar zu den 25 Leitstellen im Kreis, die es brauche, um vor Ort schnell zu alarmieren und zu dirigieren. Bei der anschließenden Führung zeigte Leitstellenleiter Peter Hoos in einer technischen Simulation, was nach dem Wählen der 112 so alles in der Leitstelle passiert. Dr. Richard Georgi von der Landeskoordinierungsstelle Digitalfunk, Informations- und Kommunikationstechnik stellte dabei den neuen Digitalfunk und das eigene interne Kommunikationsnetz vor, über das die neue Leitstelle ab sofort verfügt. Live vor Ort wurde sich zudem per Videokonferenz zum Polizeipräsidium Nordhessen zugeschaltet. Mit der neuen Software können die Disponenten einsatz­ortnahe Rettungswagen lokalisieren und die Adressen der Hilfebedürftigen direkt an die Navis übermitteln, erklärte der stellvertretende Fachbereichsleiter Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen Peter Wunsch.

Ihm, Architektin Doris Wutke, Stefan Kemper von Kreisverwaltungs-IT und den insgesamt drei Kreisbrandinspektoren, Werner Bähr, Torsten Hertel und Tanja Dittmar galt Beckers besonderer Dank beim Projekt „Leitstelle“. Als dann die Würstchen gar und die ersten kühlen Getränke genossen wurden, war auch die verspätete Einweihung vergessen. Denn das Gebäude war bereits im Frühjahr 2016 fertig, doch es kam zu technisch bedingten Verzögerungen. „Wir wollten den Schalter erst dann umlegen, wenn alles funktioniert. Denn wenn etwas schief läuft, geht es um Menschenleben“, so Becker und drückte den symbolischen roten Buzzer.

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