Rücksichtslose Müll-Sünder: Homberger Parkplatz ist regelmäßig als Ablagestelle für Abfall, Bauschutt und Schrott

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Schrottplatz statt Parkplatz: Regelmäßig wird hier Müll, Bauschutt und Schrott abgeladen.

Der Parkplatz an der L 3224 zwischen Homberg und Lengemannsau wird mittlerweile mehr als Müllhalde, denn als Rastplatz genutzt. Ob kaputte Waschmaschinen, Farbtöpfe, Matratzen oder Bauschutt – Müll-Sünder laden hier regelmäßig ihre Abfälle ab.

Homberg. Etwas abgelegen in einer scharfen Linkskurve, zwischen der Kernstadt Homberg und der Siedlung Lengemannsau, liegt der kleine Parkplatz direkt an der L 3224. Mittlerweile ist die Rastfläche jedoch zur Müllhalde verkommen.

„Regelmäßig türmen sich nach dem Wochenende Müll und Schutt auf dem Parkplatz. Es ist kaum zu glauben, welche Mühe sich die Leute machen, Farbtöpfe, Matratzen oder gar Waschmaschinen anzuschleppen“, berichtet Leserin Carmen Beyer aus Holzhausen unserer Zeitung.

Bekanntes Problem im gesamten Bundesland

Das Problem ist sowohl beim Ordnungsamt der Stadt Homberg als auch bei Hessen Mobil, das als Landesverkehrsbehörde für den Parkplatz verantwortlich ist, bekannt. „Wir sind schon mehrfach darauf hingewiesen worden“, sagt Karsten Horn vom Homberger Ordnungsamt auf Nachfrage. Die Informationen könne man in diesem Fall jedoch lediglich an das zuständige Verkehrsmanagement weitergeben.

„Die Aufsicht für diesen Parkplatz obliegt Hessen Mobil“, erklärt Horn und fügt an, dass es sich im Homberger Stadtgebiet nicht um einen Einzelfall handele. „Leider wird viel zu oft Müll illegal abgelagert – Tendenz steigend“, erzählt der Ordnungsamtsmitarbeiter. Vom normalen Haus- über Sperrmüll bis zu Bauschutt werde alles entsorgt, weiß Horn.

Mehrere tausend Euro Bußgeld drohen

Erwischt würden die wenigsten Müll-Sünder. „Wir sind in solchen Fällen auf Zeugen angewiesen oder hoffen, im Müll persönliche Post zufinden“, sagt er. Falls es dazu kommt, könne es jedoch richtig teuer werden. „Diese Art der Ordnungswidrigkeit kann mit bis zu mehreren tausend Euro Bußgeld geahndet werden“, betont Koch.

Nur eine Momentaufnahme: Der Parkplatz an der L3224 wird nach Angaben von Hessen Mobil zweimal wöchentlich gesäubert, ist aber nur wenig später wieder vermüllt.

Der Fall in Homberg ist leider keine Ausnahme. Parkplätze wie dieser werden von einer von uns beauftragten Firma zweimal wöchentlich gesäubert, sind aber am nächsten Tag wieder vermüllt“, beschreibt Horst Sinemus, Pressesprecher bei Hessen Mobil, die traurige Entwicklung auf Parkplätzen und an Straßen in Hessen. In 2016 (Zahlen für 2017 lagen nicht vor; Anm. d. Red.) habe die Verkehrsbehörde insgesamt drei Millionen Euro an Fachfirmen für die Reinigung unter anderem von Parkplätzen gezahlt. Hinzu kämen nach Angaben von Sinemus rund 28.000 Arbeitsstunden der jeweiligen Straßenmeistereien. „Im Jahr 2016 mussten wir zwischen 3.000 und 4.000 Tonnen illegal abgelagerten Müll in Hessen entsorgen“, sagt der Pressesprecher.

Aufgrund zu starker und immer wiederkehrender Vermüllung seien sogar bereits Parkplätze geschlossen worden. „Das ist das absolut letzte Mittel, aber in einigen Fällen nicht anders lösbar“, erklärt Sinemus, der bestätigt, wie schwierig es sei, die Sünder auszumachen. „Wir können nur an die Vernunft der Menschen appellieren“, so Sinemus.

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