Multifunktionshaus für Jugend und Kultur entsteht in Homberger Altstadt

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Freuen sich schon auf das geplante Ergebnis: (v. li.) Architekt Albert Hess, Heinz Ziegler (Abteilungsleitung Bauverwaltung), Bürgermeister Dr. Nico Ritz, Architektin Christine Hess, Dominik Oehler (Bauverwaltung) und Projektsteuerer Thiemo Glomb.
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Die Grafik zeigt, wie es einmal aussehen kann. Anhand der Fachwerkbalken lässt sich im Vergleich mit den anderen Bildern erkennen, was vom bestehenden Gebäude übrig bleiben soll.
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Die Holzhäuser Straße 3 bekommt ein neues Äußeres wie Inneres.
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Der Marktplatz 15 wird von dieser Seite nicht angetastet.
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Der alte COOP-Flachbau muss komplett dem Neuen weichen.
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Im Inneren der Holzhäuser Straße 3 wurde das gesamte Haus gestützt, damit es nicht einstürzt.
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Durch Brände sind das oberste Geschoss sowie der Dachboden nicht mehr zu gebrauchen.

Für 3,2 Mio. Euro entsteht seit dieser Woche ein Multifunktionshaus in Homberg. Bei diesem Bauvorhaben wird aber erstmal einiges weichen.

Homberg. Ein 3,2 Mio. Euro teures Bauprojekt startete am Montag, 28. Oktober, in der Homberger Altstadt. Es wurde damit begonnen, die Abrissarbeiten für das entstehende mehrstöckige Multifunktionshaus für Jugend und Kultur anzufangen. Begonnen wird dabei mit Arbeiten im hinteren Bereich, so dass vom Marktplatz aus keine baulichen Veränderungen deutlich werden, dafür aber von der Holzhäuser Straße 3 aus. Denn diese Immobilie wird stark zurückgebaut.

„Als ich das Projekt übernahm und das erste Mal dieses Haus betrat, merkte ich schnell, hier ist Gefahr im Verzug“, hebt Projektsteuerer Thiemo Glomb hervor. Mit der Zeit hat das Gebäude angefangen zur Seite zu kippen, weshalb es aktuell von außen wie innen gestützt wird, um nicht während der Abrissarbeiten in sich zusammen zu fallen. Durch Brände sei etwa der obere Bereich nicht mehr zu gebrauchen, wird also in niedrigerer Höhe komplett ersetzt.

Im Zuge der Bauarbeiten wird das Gebäude der Holzhäuser Straße verlängert und das ehemalige COOP-Gebäude (der flache Anbau) weicht einer noch zu gestaltenden Freifläche bzw. einem Ausläufer des Multifunktionsgebäudes. So werden der historische Teil des Marktplatz 15 und der zu erhaltende Teil der Holzhäuser Straße 3 durch einen neuen Baukörper miteinander verbunden. Zudem werden die nicht historischen Anbauten hinter dem Gebäude Obertorstraße 1 zurückgebaut.

Die Grafik zeigt, wie es einmal aussehen kann. Anhand der Fachwerkbalken lässt sich im Vergleich mit den anderen Bildern erkennen, was vom bestehenden Gebäude übrig bleiben soll.

„Der Marktplatz 15 bleibt die Hauptadresse und es wird einen zweiten Eingang geben. Beide sollen barrierefrei gestaltet werden“, kommentiert Bürgermeister Dr. Nico Ritz das Bauvorhaben. „Wie genau die rund 1.000 Quadratmeter entstehende Freifläche zukünftig genutzt wird, ist noch offen.“ Eine Möglichkeit wären mehr Parkplätze, eine andere eine Begrünung. Möglich ist auch eine Kombination aus beidem. „Es soll eine Balance aus Park und Parkraum gefunden werden“, so Ritz weiter. „Die Enge Gasse neben dem Marktplatz 15 war unheimlich lang und dunkel. Diese Ecke soll schöner und offener werden“, ist sich Architektin Christine Hess vom zuständigen Architekturbüro Hess sicher.

Im Multifunktionshaus entstehen rund 750 Quadratmeter Nutzfläche. Die Rückbauarbeiten sollen bis Ende Februar 2020 fertig sein. „Das Ziel für das fertige Multifunktionshaus wäre Ende 2020, aber das wird schwierig“, erklärt Glomb.

Die Holzhäuser Straße 3 bekommt ein neues Äußeres wie Inneres.

Das Projekt wird zu 90 Prozent (2,7 Mio. Euro) durch ein Bundesprogramm vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung gefördert.

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