Nach über einem Jahr Bürgerbus in Homberg: Kunden-Fragebögen ausgewertet

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Auch Hessens Verkehrsminister ließ sich im August das Homberger Bürgerbus Projekt „d’Bus“ vorstellen: (v. li.) Karl-Ernst Paul, Prof. Dr. Herbert Wassmann, Wolfgang Rausch (Geschäftsführer NVV), Minister Tarek Al-Wazir, Dr. Gerhard Grebe, Dirk Schumacher und Sascha Schmidt auf dem Marktplatz.

1.000 Kilometer pro Monat, 20 Fahrten pro Tag – das Projekt Homberger Bürgerbus läuft. Doch wer nutzt das Angebot und wie zufrieden sind die Kunden? Das wollte das Projekt-Team wissen und hat deshalb Fragebögen ausgegeben.

Homberg. Im Oktober 2016 fand die Jungfernfahrt statt, seitdem ist der Bürgerbus „d’ Bus“ in Homberg und seinen Stadtteilen unterwegs und hat mittlerweile an 115 Fahrtagen insgesamt 15.000 Kilometer zurückgelegt. Der Bus wurde als ergänzendes Mobilitätsangebot eingerichtet. Dass der Bürgerbus überhaupt rollen kann, dafür sorgen 32 Freiwillige, die sich im Verein „Bürger für Homberg“ ehrenamtlich um die Fahrten und die Organisation kümmern.

„Wir spulen pro Monat etwa 1.000 Kilometer mit dem Bus ab, bei 20 Fahrten pro Tag und 14 Fahrgästen im Durchschnitt“, erklärte Dr. Gerhard Grebe im August beim Besuch von Verkehrsminister Tarek Al-Wazir. Der hessische Minister bewertete das Bürgerbus-Projekt der Homberger seinerzeit als wichtigen und richtigen Schritt für die Mobilität im ländlichen Raum.

Sogar ins Fernsehen hat es der Homberger Bürgerbus geschafft. Ende Oktober war das Projekt Teil der neuen ZDF Doku-Sendung „plan b“. „Das Echo bisher ist durchweg positiv und natürlich auch Motivationsschub für uns“, erklärte Sascha Schmidt, Mitlglied der Lenkungsgruppe Bürgerbus, im August beim Ministerbesuch zur Kundenresonanz.

Um die Zufriedenheit auch messbar zu machen, hat das „d’Bus“-Team im November 2017 Fragebögen an seine Kunden verteilt. Darin wurde unter anderem nach dem Nutzen des Busses, der Altersstruktur der Nutzer, der Nutzugshäufigkeit oder auch der Erreichbarkeit des Telefondientes gefragt. Elf Fragen waren es insgesamt. Die Kunden konnten dabei auch Wünsche und Anregungen an das Fahrer- und Telefonteam stellen.

94 Fragebögen habe man ausgegeben – 37 seien ausgefüllt zurückgekommen. Das entspricht einer Rücklaufquote von knapp 40 Prozent. Resonanz, mit der das Bürgerbus-Team zufrieden ist. „Die Rücklauf-Quote ist tragfähig und doch recht ordentlich“, erklärt Dr. Herbert Wassmann von der Auswertungsgruppe im Gespräch mit unserer Zeitung. Demnach sind es überwiegend Frauen (94 Prozent) die das Angebot nutzen – der Großteil (78 Prozent aller Befragten) ist über 70 Jahre alt.

„Es ist schön, dass der Bürgerbus eine wichtige Stütze für die Frauen in und um Homberg ist. Unsere Aufgabe muss jedoch zukünftig sein, das Angebot auch für Männer interessanter zu machen. Viele fahren doch noch lieber selbst, obwohl sie in fortgeschrittenem Alter sind“, sagt Wassmann.

Eine weitere Aufgabe sei, in den Ortsteilen noch präsenter zu werden. „Momentan fahren wir 16 der 22 Stadtteile an. Über 50 Prozent der Kunden kommen jedoch aus der Kernstadt. Generell freuen wir uns aber, dass es so gut läuft. Wir wollen aber weiter daran arbeiten, dass die Kunden auch in Zukunft zufrieden mit dem Angebot sind “, so Wassmann.

EXTRA-INFO

Kontakt zum Bürgerbus-Team

Der Bürgerbus „d’Bus“ ist an zwei Tagen in der Woche in der Kernstadt und den 22 Stadtteilen unterwegs. Dienstags werden die nördlichen Stadtteile sowie die Kernstadt und donnerstags die südlichen Stadtteile mit Kernstadt angesteuert. Das Angebot gilt für alle Altersgruppen und ist kostenlos.

Für Betrieb und Erhalt wird jedoch um Spenden gebeten. Fahrten können immer montags und mittwochs zwischen 15 und 17 Uhr telefonisch unter 05681-7713000 gebucht werden. Weitere Informationen: www.homberg-efze.eu

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