Nachhaltig: Homberger Schüler vertreiben unter Firmenname  "Fichtenwerk" Flaschenhalter

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Gehören zu den Gründern von „Fichtenwerk“: Die Schüler der Klasse 12 der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule in Homberg (v. li.) Nils Stöcker, Amie Stöcker und Alina Graf.

24 Schüler der Homberger Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule haben mit dem "Fichtenwerk" ihr erstes eigenes Unternehmen gegründet. Unter diesem Firmennamen vertreiben sie nachhaltig produzierte Flaschenhalter. 

Homberg. Sie führen bereits ihre eigene Firma, bevor sie überhaupt ins Arbeitsleben eingestiegen sind: Die Geschwister Amie und Nils Stöcker bilden die Geschäftsleitung von „Fichtenwerk“ – eine Firma, die die beiden Fachoberschüler gemeinsam mit 22 weiteren Klassenkameraden im Rahmen eines Projekt-Wettbewerbs des Instituts der deutschen Wirtschaft gegründet haben. Ihr Firmensitz ist die Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule (RFES) in Homberg. Ihr Produkt: Ein Flaschenhalter aus Fichtenholz.

Den Vertreiben die Schüler bereits seit Ende des vergangenen Jahres mit dem Werbeslogan „Flasche in die Fichte und dein Durst ist Geschichte“. „Das Thema des Wettbewerbs ist ‘Nachhaltigkeit und Umweltschutz’. Dabei ist die Idee mit dem Flaschenhalter entstanden, den wir aus alten Feuerwehrschläuchen, Landkarten und eben Fichtenholz produzieren“, erklärt Nils Stöcker.

Der Gedanke der Schüler: Etwas stabiles kreieren, das gleichzeitig ansprechend designt ist. „Der Halter ist wiederverwertbar und soll dazu führen, dass die Leute ihre leeren Flaschen nicht einfach so liegen lassen, wenn sie zum Beispiel am See waren“, erklärt Amie Stöcker.

Produziert wird immer dienstags. Die Schläuche bekommen die Schüler von der Freiwilligen Feuerwehr Homberg, die Karten sind Altbestände aus der Schule und das Holz liefert die Firma Blecher aus Homberg. „Das Holz wird in drei bis vier Meter langen Bohlen geliefert und dann von unserer Produktionsabteilung verarbeitet“, so die „Fichtenwerk“-Leiter.

Nachhaltig produziert: Der „Fichtenwerk“-Flaschenhalter besteht aus alten Feuerwehrschläuchen und Landkarten sowie natürlich Fichtenholz.

Und die Halter kommen gut an. Zum Clobesmarkt in Homberg hatte das Schülerunternehmen einen Stand und war prompt ausverkauft. „Die Nachfrage ist groß und wir versuchen so schnell wie möglich zu liefern“, verspricht Nils Stöcker.

Im Hinblick auf die erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb ist die Nachfrage sehr wichtig. Denn am Ende käme es nicht nur auf eine gute Idee, sondern wie in der realen Wirtschaft auf Zahlen an. Alina Graf von der Finanzabteilung ist für die Buchhaltung verantwortlich. „Wir müssen über alle Ausgaben und Einnahmen genauestens Buch führen, wie in einer echten Firma“, sagt Graf.

Alles fließe am Ende in den Geschäftsbericht ein, den die Schüler abzugeben haben. Den müssen die Mitarbeiter von „Fichtenwerk“ im April vorlegen und ihre Firma noch einmal in einer Präsentation vorstellen. Das Ziel der Homberger Schüler ist der Bundeswettbewerb. Bis dahin gilt es jedoch, noch Flaschenhalter zu verkaufen. Die Kosten für den Endkunden: 15 Euro pro Halter.

Kontakt zur Schülerfirma ist über Facebook unter „Fichtenwerk“ möglich.

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