KBG ist neuer Betreiber des Homberger Netzes

Homberg unter Stom: Die KBG übernimmt bald die Stromverteilung in Homberg. Noch vor Weihnachten wurde symbolisch der rote Knopf gedrückt.

Homberg. Die Kraftstrom-Bezugsgenossenschaft Homberg eG (KBG) übernimmt zum Jahresende die Stromverteilung in Homberg und seinen Stadtteilen.

Seit 97 Jahren hatte sie bereits die Verantwortung für die Kernstadt inne, mit der neuen Konzession erweitert sie ihren Aufgabenbereich auf die 20 umliegenden Dörfer. Am Tag vor Heiligabend hatte die KBG Hombergs Bürgermeister Dr. Nico Ritz sowie die Ortsvorsteher zu einem symbolischen Akt nach Holzhausen eingeladen – die achtjährige Johanna Freund, Tochter des Ortsvorstehers aus Hülsa, durfte vor der Trafostation auf den roten Knopf drücken. "Wir haben elf Kilometer Mittelspannungskabel neu verlegt", berichtete Wolfgang Imberger vom Vorstand der KBG, denn das neue Gebiet sei eine erhebliche Ausweitung des Netzes, machte er deutlich.

Vom bisherigen Netzbetreiber, der EnergieNetz Mitte GmbH, mussten im Vorfeld sämtliche elektrischen Anlagen und die dazugehörigen Daten übernommen werden, damit die notwendige Trennung vollzogen werden kann. ,,Ich bin froh, dass wir alle Arbeiten rechtzeitig abschließen konnten", so Geschäftsleiter Imberger, "derzeit werden noch alle Zähler abgelesen, damit wir die beiden Stromnetze am Ende des Monats zusammenschalten können". Die Endverbraucher würden von der Umstellung nichts mitbekommen, betonte der technische Leiter Stefan Fennel, nicht einmal ein Flackern werde am 30. Dezember spürbar sein – fortan seien seine Monteure für Wartung, Pflege und Ausbau des Energienetzes verantwortlich. "Ab Neujahr steht ,KBG’ auf den Elektronen", sagte Imberger mit einem Augenzwinkern. Leider könne man das jedoch mit bloßem Auge nicht sehen, fügte er verschmitzt hinzu.

Für die Stromkunden selbst ändert sich durch die Netzumstellung nichts, die bisherigen Lieferverträge bleiben bestehen – einen möglichen Wechsel muss jeder Bezieher selbst in die Hand nehmen. "Die Genossenschaft bietet die Möglichkeit, sich durch den Kauf von Geschäftsanteilen am Erfolg des Unternehmens zu beteiligen", warb Vorstandsmitglied Dr. Reiner Braun, "die Dividende lag in den letzten Jahren nie unter 6,5 Prozent". Bislang beziehen rund 650 Haushalte ihren Strom von dem Homberger Energieversorger.

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