Programm „Zukunft Stadtgrün“: Stadt Homberg will Projekte auf Fläche von 33 Hektar realisieren

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Ein großes Areal, dass es in den kommenden zehn Jahren zu entwickeln gilt: Klimaschutzmanagerin Helene Pankratz und Bauverwaltungsleiter Heinz Ziegler zeigen das rund 33 Hektar große Fördergebiet.

Die Stadt Homberg wurde in des Bund-Länder-Förderprogramm "Zukunft Stadtgrün" aufgenommen. In den kommenden zehn Jahren sollen Projekte auf einer Fläche von 33 Hektar rund um die Hohenburg realisiert werden. Auch die Bürger sollen Ideen einbringen.

Homberg. An Grünflächen mangelt es der Stadt Homberg sicherlich nicht – im Gegenteil: mit dem Burgberg hat die Kreisstadt wohl den ­grüns­­ten Stadtkern weit und breit. Dennoch hat sich Homberg für das Bund-Länder-Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ (siehe EXTRA-INFO) beworben.

„Von den 70ern bis Ende der 90er Jahre haben wir in Homberg klassische Altstadtsanierung vorgenommen. Direkt im Anschluss sind wir in das Förderprogramm ,Stadtumbau West’ aufgenommen worden – in diesem Zuge wurde unter anderem der Marktplatz umgestaltet und jüngst wird noch die Engelapotheke saniert. In die Neuauflage des Programms wurden wir leider nicht aufgenommen, dafür aber in das Programm ,Stadtgrün’“, gibt Bauverwaltungsleiter Heinz Ziegler einen kurzen historischen Abriss über die Homberger Innenstadtentwicklung.

Zwei Projekte in 2018: Stadtmauer und Osterwiese

Mit dem Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ solle jetzt Stadtentwicklung mit Grünentwicklung einhergehen. „Wir reden hier von einem circa 33 Hektar großen Gebiet rund um die Hohenburg, in dem wir in den kommenden zehn Jahren Projekte realisieren möchten, um dieses Gebiet aufzuwerten“, erklärt Ziegler. Mit zwei Projekten hat sich die Stadt für das Programm beworben, die auch in diesem Jahr noch umgesetzt werden sollen.

Die gelbe Linie grenzt das „Zukunft Stadtgrün“-Gebiet ein.

„Der nördliche Teil der Stadtmauer wird umgestaltet, zudem wird im Bereich der Osterwiese eine Schutzhütte und Sitzgelegenheiten erneuert sowie die Wegeverbindung auf den Burgberg verbessert“, zählt Helene Pankratz, Klimamanagerin der Stadt, die anstehenden Maßnahmen auf. Projekte die in fernerer Zukunft liegen, seien unter anderem die Gestaltung des Reithausplatzes, der durch Begrünung aufgewertet werden solle, sowie der Stadtpark.

Derzeit erarbeite das Büro „foundation 5+“ in Kooperation mit dem Planungsbüro „akp“ aus Kassel ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK), in dem die weiteren Projekte für die kommenden Jahre erfasst seien. „Das ISEK muss bis zum Herbst der Stadtverordnetenversammlung beschlussfertig vorliegen und wird dann nach positivem Bescheid an das Land Hessen weitergegeben“, erklärt Bauverwaltungsleiter Ziegler.

Auftaktveranstaltung am Donnerstag in der Stadthalle

Bei der Projektauswahl will die Stadt auch die Bürger mit ins Boot holen. Aus diesem Grund findet am Donnerstag, 19. April, für alle Interessierten eine Auftaktveranstaltung in der Stadthalle statt. Beginn ist um 19 Uhr. Hier soll das Programm vorgestellt und ­ers­te Ideen der Bürger gesammelt werden. Bereits um 17 Uhr lädt die Stadt zu einem Spaziergang durch das Fördergebiet ein. Treffpunkt ist der Stadtpark.

Eines der ersten Projekte: Entlang der Stadtmauer soll eine Streuobstwiese entstehen und der Weg besucherfreundlich gestaltet werden.

EXTRA-INFO

Das Programm „Zukunft Stadtgrün“

Acht Kommunen wurden in das Programm aufgenommen. In diesem Jahr stellt das Land 7,5 Millionen Euro für die zuvor eingereichten Projekte der Städte zur Verfügung. Homberg bekommt 136.000 Euro für zwei Projekte. „Zukunft Stadtgrün“ konzentriert sich nach Angaben des Umweltministeriums auf Gesamtmaßnahmen, die modellhafte Lösungen zu Herausforderungen entwickeln.

Dazu gehören etwa die Anpassung an den Klimawandel, der Erhalt der biologischen Vielfalt und der Stadt als lebenswerten Raumes unter dem Druck einer verstärkten Innenentwicklung sowie das gestiegene zivilgesellschaftliche Interesse an Stadtgrün.

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