Puppenbühne Wernswig feiert Premiere mit dem "Gestiefelten Kater"

+

Bereits zum 15. Mal hob sich der Premierenvorhang auf der Bühne der Puppenbühne Wernswig. In diesem Jahr spielen die Künstler "Der gestiefe Kater".

Homberg-Wernswig. Ein "Leben am seidenen Faden" ist für einige im Homberger Stadtteil Wernswig selbstverständlich. Denn: Auf der Bühne des Marionettentheaters Puppenbühne Wernswig e.V. hob sich vergangenen Samstag bereits zum 15. Mal der Premierenvorhang. "Der gestiefelte Kater" seht in diesem Jahr auf dem Programm. Die Geschichte vom armen Müllersohn, der nach dem Tod des Vaters lediglich eine Katze erbt, hatte Autor Tobias Maus passend für die Puppenbühne umgeschrieben.

Stefan Kunz, künstlerischer Leiter der Truppe, kreierte im Vorfeld des Stückes fünf neue Puppen, die anderen "Darsteller" erhielten lediglich eine andere Perücke oder neue Kleider, die seine Frau Christiane geschneidert hatte. Mit viel Liebe zum Detail baute der Bastler auch diesmal wieder die Bühnenbilder für das Stück, "wir haben sogar echte Pyrotechnik im Einsatz", erzählt er von der neuesten Innovation. Im Laufe der Jahre hat er über 120 Marionetten erschaffen, darunter immer wieder zusätzliche Charaktere – diesmal unter anderem den "Schutzkäfer". Dann hob sich der Vorhang und gut 40 Gäste genossen das besondere Schauspiel.

Sie lassen die Puppen tanzen

"Mein Fell wärmt genau den Richtigen, nämlich mich!", stellte der sprechende Kater zur Verwunderung seines Herren fest, als dieser ihn zu Handschuhen verarbeiten will. Fortan nahm der schwarz-weiß gefleckte Held das Schicksal des unbedarften Müllersohns in die Hand und rettete ihn aus seiner Misere. Ihm zur Seite stand der Schutzkäfer, der mit seinen ironischen Kommentaren für zahlreiche Lacher sorgte.

Bis zu acht Puppenspielerinnen sorgten dafür, dass das Märchen gut ausgeht und der arme Müllersohn am Ende die Prinzessin heiratet. Die 13-jährige Nadine Haase ließ dabei den sechsbeinigen Schutzengel tanzen. Michelle Schmidt und ihre Mutter Monika erweckten bei ihrem Debüt den Schmetterling, die Vogelscheuche und sogar ein fliegendes Buch zum Leben. Das begeisterte Publikum honorierte das Theaterstück mit kräftigem Applaus, anschließend stellte Vorsitzender Udo Schröder die Akteure vor. Jürgen Kreuzberg von der "Neuner Bande" überraschte schließlich noch mit einem Scheck zur Unterstützung der Theaterarbeit.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.