Sara Nussbaum Zentrum dreht Szenen über Plakataktion gegen Rechts mit Schülern der THS in Homberg

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Joshua Biesenthal (v. li.) und Johannes Guttenhöfer von Jojo TV filmen Makram Nakad, David Vyshniak und Gabi Katz beim Aufhängen eines Plakats an der THS.
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Joshua Biesenthal (v. li.) und Johannes Guttenhöfer von Jojo TV filmen Makram Nakad, David Vyshniak und Gabi Katz beim Aufhängen eines Plakats an der THS.
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Johannes Guttenhöfer (li.) und Joshua Biesenthal arbeiten für Jojo TV in Kassel.

Ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzten Schüler der THS mit ihrer Plakataktion zur Europawahl. Nun filmte das Sara Nussbaum Zentrum für Jüdisches Leben die Schüler der AG.

Diesem Artikel geht unter anderem dieser hier voraus.

Homberg. Am Montag fand sich ein Filmteam von Jojo TV aus Kassel an der Theodor-Heuss-Schule in Homberg ein. Grund dafür war ein Anliegen des Sara Nussbaum Zentrums für Jüdisches Leben aus Kassel. Die mitwirkenden Jugendlichen sind Teil des Projekts „Speak Out: junge Juden erzählen“. Das Zentrum hat zur Zeit der Europawahl auch ein Plakat entworfen und sprach nun mit den Schülern über ihre Einstellung gegenüber Antisemitismus und die eigenen Plakate.

Johannes Guttenhöfer (li.) und Joshua Biesenthal arbeiten für Jojo TV in Kassel.

Beim Plakat des Sara Nuss­baum Zentrums steht in hebräisch „Chai“ für „Leben“ sowie „Gegen jeden Antisemitismus“ und ein QR-Code, der zu weiteren digitalen Inhalten auf der Website des Zentrums führt. Das Plakat über das unsere Zeitung öfters berichtete und unter anderem von Schülern der THS erstellt wurde, trägt das Wort „Schalom“ für „Frieden“. Vom Stil her ähneln die beiden Plakate her einander (s. Fotos). Auslöser für beide war ein Plakat der Partei „Die Rechte“ mit Schriftzügen wie „Israel ist unser Unglück“. An der THS wurden Schüler der AG Schule ohne Rassismus, die das Plakat mitentwarfen, von Gabi Katz (Engelsburggymnasium) und David Vyshniak (Friedrich-List-Schule) vom Sara Nussbaum Zentrum vor laufender Kamera interviewt.

Das Plakat des Sara Nussbaum Zentrums.

Johannes Guttenhöfer und Joshua Biesenthal von Jojo TV besprachen mit Lehrer Thomas Schattner und den Schülern, wo sich auf dem Schulgelände schöne Aufnahmen machen lassen. Auch wenn einzelne Szenen mehrfach gefilmt wurden, um ein und dieselbe Aktion, wie das Aufhängen von Plakaten, aus verschiedenen Blickwinkeln einzufangen, blieben die Schüler sehr geduldig und folgten den Anweisungen von Guttenhöfer, der die Kamera hielt. Biesenthal war für die Aufnahme des Tons zuständig.

Schüler der Steinwaldschule in Neukirchen hängen Plakate gegen die der Partei "Die Rechte" auf

Hannah Kaiser (v. li.), Finn Pflanz, Anna Probst und Nico Keller bringen das zweite Plakat am Marktplatz vor der Kirche an. © Blöthner
Kümmern sich gemeinsam um neue Plakate in Neukirchen: (v. li.) Olaf Rödiger, Hannah Kaiser, Michael Slabon (Leiter der Bauverwaltung), Finn Pflanz, Eckhardt Berg, Nico Keller, Tom Werner, Gerd Höfer und Anna Probst. © Blöthner
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Hannah Kaiser (v. li.), Finn Pflanz, Nico Keller, Gerd Höfer und Anna Probst beim Kleistern der Plakate. © Blöthner
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Eckhardt Berg und Anna Probst bringen aus dem Hebekorb das erste Paar Plakate an. © Blöthner
Eckhardt Berg und Anna Probst bringen aus dem Hebekorb das erste Paar Plakate an. © Blöthner
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Auch eigene Ideen konnten die Schüler einbringen. Unter den anwesenden Schülern waren auch ein paar Absolventen. „Solche Projekte zeigen wieder einmal, wie gut unsere Zusammenarbeit hier funktioniert, dass sogar Ehemalige zurück an die Schule kommen, um mitzumachen“, lobt Schattner das Engagement. Fabian Freund von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ meint etwa zum Thema im Interview: „Wir sind gegen Ausgrenzung jeder Form. Durch das Projekt habe ich gelernt, dass man sich aktiv engagieren muss und nicht nur tatenlos zusehen darf. Unser Ziel ist es zudem die Akzeptanz provokanter Plakate [Anm. d. Red.: wie die der Partei „Die Rechte“; wir berichteten] zu schmälern.“

Das Plakat der THS.

Die Schüler seien bei der Aktion die Plakate in Homberg aufzuhängen durchweg auf positive Resonanz gestoßen. Die Aufnahmen sollen Teil eines größeren Projektes werden. Wenn der Film öffentlich zu sehen ist, wird nachberichtet. Auf der Website des Sara Nuss­baum Zentrums heißt es: „Bei der Erstellung des Plakats wurde das Sara Nussbaum Zentrum innerhalb kürzester Zeit von sechs Partnern unterstützt. Angeschlossen haben sich die Jüdische Gemeinde Kassel, die Liberale Jüdische Gemeinde Region Kassel, die Amadeu Antonio Stiftung, die Deutsch-Israelische Gesellschaft Kassel, die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Kassel und das Mobile Beratungsteam Hessen (MBT).“

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