Schüler demonstrieren in Homberg: Klimaschutz statt Freitagsunterricht

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Schluss mit Schmutz und die konsequente Einhaltung des Pariser Klimaabkommens: die Schüler machten in Homberg mit Plakaten, Sprechchören und Redebeiträgen auf ihre Überzeugungen aufmerksam.
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Rund 400 Schüler, darunter viele der Homberger Theodor-Heuss-Schule und des Treysaer Schwalmgymnasiums, machten am Freitag auf dem Homberger Marktplatz ihren Standpunkt deutlich: Sie verzichten auf Unterricht, um die Dringlichkeit des Klimaschutzes zu verdeutlichen.
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Über 400 Schüler gingen in Homberg auf die Straße, um für den Klimaschutz ein Zeichen zu setzen.

Homberg. Selten sind Schüler freitags schon ab 11 Uhr so laut, wie am vergangenen in Homberg. Rund 400 Kinder und Jugendliche machten auf dem Marktplatz lautstark auf sich und ihre Überzeugungen aufmerksam. Mit Plakaten, gemeinsamen Sprechchören und in einzelnen Redebeiträgen forderten sie die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens, die Ausweitung des ÖPNV- Netzes, das Vermeiden von Plastikmüll und im Allgemeinen mehr Engagement für den Klimaschutz.

Dabei nahmen die Schüler vor allem die Politik in die Pflicht. Mit ihrer Versammlung folgten die Schüler ihrem inzwischen international bekannten Idol Greta Thunberg. Die schwedische Klimaschutzaktivistin löste die freitäglichen Schulstreiks aus und sorgte so für die „Fridays for Future“-Initiative (FFF).

Inzwischen wird in mehr als 120 Ländern und über 2.000 Städten gegen den Klimawandel gestreikt. Die Proteste sind durchaus umstritten, weil sie während der Schulzeit stattfinden. In Homberg nahmen die Anwesenden dennoch lieber unentschuldigte Fehlstunden in Kauf, statt auf ihren Einsatz für den Klimaschutz zu verzichten. Durch Lautsprecher hallte die Stimme von Shkodran Jonuzi. Der Sprecher des FFF-Kreisverbands lobte: „Ihr könnt stolz sein, dass ihr hier seid – zumal es viele Schulen nicht erlauben.“

Vize-Landrat Jürgen Kaufmann, der gerade auf dem Sprung zu einem Termin im neuen Burgbergmuseum war (wir berichten auf Seite 3), machte kurz Halt, um sein grundsätzliches Verständnis zur Protestaktion zu äußern. „Ihr habt schon Recht, manchmal muss man auch an Regeln kratzen, um etwas zu verändern. Schüler können den Rest der Gesellschaft wachrütteln.“

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