Schutzschirm-Rückschlag für Homberg

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Kreisstadt geht von knapp einer halben Million Euro weniger Einnahmen bei der Gewerbesteuer aus.

Homberg.Der nächste Schlag ins Kontor der Kreisstadt Homberg: Finanziell wandert die Stadt derzeit bereits auf einem sehr schmalen Pfad - jetzt die nächste Hiobsbotschaft: Statt der kalkulierten sechs Millionen Euro an Gewerbesteuereinnahmen, fließt im Jahr 2015 wohl eine halbe Million (5,5 Millionen) weniger in den Stadtsäckel. "Wir werten das aus, was uns als Steuerbescheid ins Haus flattert. Wir haben jetzt im Januar Bescheide bekommen, die darauf schließen lassen, dass wir nicht sechs Millionen, sondern weniger einnehmen werden", erklärt der Homberger Bürgermeister Dr. Nico Ritz auf Anfrage unserer Zeitung. Es sei zwar nicht ausgeschlossen, dass noch Nachzahlungen kommen könnten, darauf verlassen solle man sich allerdings nicht, so Ritz weiter.

Schutzschirm-Ziele in Gefahr

Die fehlende halbe Million muss jedoch irgendwie aufgebracht werden, sonst droht die Stadt aus dem Schutzschirm zu fliegen. Neben der Einführung von Parkgebühren oder auch der Auflösung der Forstrücklage sowie weiteren Maßnahmen (wir berichteten), muss nun eine weitere Einnahmequelle gefunden werden. Fest steht: Die Stadt darf im Jahr 2015 ein Defizit von 172.000 Euro nicht überschreiten. Wo noch Einsparungsmöglichkeiten liegen, dazu wollte sich Ritz noch nicht äußern. "Das wird Gegenstand der weiteren politischen Diskussion sein. Es wird am 10. Februar eine Sondersitzung des Haupt- und Finanzausschusses zu dem Thema geben", so der Bürgermeister. Teil der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung, heute Abend um 19 Uhr in der Stadthalle, ist das Thema nicht. Ritz wolle jedoch über die jüngste finanzielle Sorge informieren.

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