Schwalm-Eder: Kreisausschuss erlässt Gebühren für Fleisch- und Trichinenuntersuchungen für Wildschweine

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Mit der Abschaffung der Gebühren für die Fleisch- und Trichinenuntersuchungen, soll ein zusätzlicher Anreiz für Jäger zum Abschuss geschaffen werden.

Die Gebühren für Fleisch- und Trichinenuntersuchungen für Wildschweine fallen weg. Das hat der Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreis kürzlich beschlossen.

Schwalm-Eder. Der Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreises hat auf Initiative des Ersten Kreisbeigeordneten, Jürgen Kaufmann, in seiner letzten Sitzung den Gebührenerlass für Schlachttier- und Fleischuntersuchungen sowie Trichinenuntersuchungen für Wildschweine beschlossen.

Mit dieser Maßnahme soll ein zusätzlicher Anreiz für die Jägerschaft zum Abschuss von Wildschweinen geschaffen werden. Wegen der immer näher rückenden „Afrikanischen Schweinepest“ sei dieser Schritt notwendig. Wildschweine gelten als potentielle Träger des für den Schweinebestand gefährlichen Erregers.

Die „Afrikanische Schweinepest“ stellt eine potenzielle Gefahr für alle Schweinemastbetriebe im Schwalm-Eder-Kreis dar. Eine Infizierung von Schweinemastbeständen hätte erhebliche finanzielle Folgen für die Landwirtschaft. Deshalb soll vorerst auf die Erhebung von Gebühren verzichtet werden, die ansonsten zwingend notwendig ist.

Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann

Im zuständigen Veterinäramt wird mit nicht unerheblichen finanziellen Einbußen gerechnet. Das gesamte Gebührenaufkommen nach der Frischfleisch-Kostensatzung des Schwalm-Eder-Kreises betrug im Jahr 2017 für Wildschweine über 20 Kilogramm, rund 37.000 Euro.

Kaufmann sieht den Gebührenverzicht für gerechtfertigt an, da ein erhebliches öffentliches Interesse vorliegt: „Wir hoffen mit dieser Maßnahme einen wirksamen Anreiz zu verstärkten Bejagung von Wildschweinen zu setzen, und die Abschusszahlen, beim ohnehin hohen Schwarzwildbestand, noch mal steigern zu können.“

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