Sonne, Mond & ...

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Von wegen finster: Stern und Erdtrabant zeigten sich bei Sonnenfinsternis von ihrer besten Seite.

Homberg. Das war Glück am Tag des Glücks: Pünktlich um 9.33 Uhr wurde es Licht im Jahr des Lichtes. Der Nebel brach auf und die Sonne zeigte sich in ihrer ganzen Pracht. Doch nicht lange, denn dann kam der Mond und nahm ihr einen großen Teil ihrer Strahlkraft – am Freitag war totale Sonnenfinsternis.

Beobachtet haben diese eine Handvoll Menschen auf dem Homberger Burgberg. Das waren vorrangig die Mitglieder des VHS-Kurses "Faszination Astronomie" und auch einige Schüler der Homberger Theodor-Heuss-Schule.Organisiert hatte das Sonnenfinsternis-Seeing Volker Karger, Inhaber des Piazza vita & vespa in der Ziegenhainer Straße in Homberg. Dort findet auch der VHS-Kurs statt. Im Piazza ist auch die "Transportable Homberger Sternwarte" beheimatet. Und die stand an diesem Freitag eben auf dem Homberger Burgberg und bot den Sonnenhuldigern fantastische Ausblicke.

"Schauen Sie sich nur mal diese Protuberanzen an", schwärmte beispielsweise Franz Drescher, Leiter der VHS des Schwalm-Eder-Kreises.

Extra aus Marburg angereist waren Iris Kramer und Bernhard Böttge. Letzterer, studierter Philosoph und Theologe, konnte dem irdischen dennoch einiges abgewinnen und ist der Überzeugung, "dass die moderne Theologie und die Astrophysik durchaus in Koexistenz miteinander leben können".

Eingeladen hatte Karger auch einige Schüler der Theodor-Heuss-Schule. "Nicht alle, das wäre einfach zuviel geworden", so Karger. Aber so um die 30 Schüler wollten sich das Schauspiel dann doch nicht entgehen lassen. Und einige von ihnen, darunter auch Jonathan Mand, harrten tatsächlich aus, bis der Mond die Sonne wieder freigab. "Weil man sowas schließlich nicht jeden Tag zu sehen bekommt", sagt Mand.

Abgerundet wird das Sonnenfinsternis-Ereignis am Mittwoch, 29. April, in den Räumen der Kreisverwaltung. Dort hält, auf Einladung der VHS, Sonnenforscher Dr. Achim Gandorfer vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen einen Vortrag zum Thema Sonne (ab 18 Uhr, Infos unter Tel. 05681/775-404).

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EXTRA SPASSIG

"Lass mal Junge, beim nächsten Mal"

"So gesehen" am Homberger Burgberg, gegen 10.43 Uhr:

Der (geschätzt) 40-jährige Enkel tritt vom Teleskop zurück und fragt seine (geschätzt) 90-jährige Oma: Willst Du auch mal?

Die rüstige (und offensichtlich sehr optimistische) ältere Dame:Nee, lass mal meine Junge. Beim nächsten Mal.

Anmerk. der Redaktion: Die nächste totale Sonnenfinsternis bekommen wir in Deutschland am 3. September 2081 zu sehen.

Fotos: Knödl, Drescher, Karger. Video: Drescher

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