Tierisch: Wildpark und Schule arbeiten zusammen

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Lernen in freier "Wild"-Bahn": Kooperationsvertrag zwischen Berlin-Tiergarten-Schule Remsfeld und Tierpark in Allmuthshausen.

Allmuthshausen/Remsfeld. Die Kuh macht muh, das Schaf macht mäh – das weiß eigentlich jedes Kind. Noch – Denn: Mit den Kenntnissen der Kinder über die heimische Fauna sei es gar nicht mehr so gut bestellt, meint Dieter Goldmann, Lehrer an der Berlin-Tiergarten-Schule Remsfeld: "Obwohl wir hier im ländlichen Bereich leben, haben wir immer mehr Kinder, deren Bezug zu Tieren immer geringer ist", betont der Pädagoge. Selbst die Kuh auf der Weide, gehöre für viele Kinder in der Region schon zu einem ungewohnten Bild.Um diesem Trend entgegenzuwirken, haben die Verantwortlichen der Remsfelder Schule und des Wildparks Knüll jetzt einen Kooperationsvertrag unterschrieben. "Die Kinder sollen den Bezug zu den heimischen Tieren nicht verlieren und lernen, was es mit artgerechter Tierhaltung auf sich hat", sagt Schulleiterin Annette Zeiß. Kernstücke der Zusammenarbeit sind nach Angaben der Kooperationspartner die Vermittlung von ökologischer Bildung durch Materialien für den Unterricht, Besuche im Wildpark und Betriebspraktika. Auch fachliche Beratung für Lehrer sei ein Baustein.

Einmal pro Schuljahr im Wildpark

Im Fokus stehen die Grundschüler. "Alle Kinder sind im Laufe ihrer Grundschulzeit viermal mit ihrer Klasse im Wildpark gewesen. Die Besuche bauen aufeinander auf und sind altersgerecht zugeschnitten", betont Zeiß. Auch aufseiten des Wildparks ist man froh, mit der Berlin-Tiergarten-Schule eine Kooperation eingegangen zu sein. "Über die Vor- und Nachbereitung im Unterricht, die mit den Besuchen bei uns Zusammenhängen, bekommen wir Feedback von der Schule. So können wir sichergehen, dass unser vermitteltes Wissen nicht im Sande verläuft", erklärt Dr. Wolfgang Fröhlich, Leiter des Wildparks.

Die Schule sei jedoch auch verpflichtet, sich Kooperationspartner zu suchen. "Wir werden regelmäßig überprüft und müssen eine Zusammenarbeit mit Partnerbetrieben auch schriftlich nachweisen können", sagt Lehrer Dieter Goldmann. Eine Pflicht, die die Schule jedoch gerne erfülle. "Schule muss sich für Bildungspartner öffnen. Dieser Kooperationsvertrag ist mit Leben gefüllt", sagt Zeiß. Wie lebendig die Zusammenarbeit ist, durften die Zweitklässler am Mittwoch erleben: Sie begaben sich auf Spurensuche im Wildpark.

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